UNO: Zehn humanitäre Helfer im Südsudan vermutlich entführt

Juba (APA/dpa) - Im Bürgerkriegsland Südsudan sind zehn humanitäre Helfer vermutlich entführt worden. Die Mitarbeiter der Vereinten Nationen...

Juba (APA/dpa) - Im Bürgerkriegsland Südsudan sind zehn humanitäre Helfer vermutlich entführt worden. Die Mitarbeiter der Vereinten Nationen sowie weiterer humanitärer Organisationen sollten bedingungslos freigelassen werden, forderte die UNO am Donnerstag.

Die zehn Südsudanesen waren demnach am Mittwoch in der Nähe des Ortes Yei in der südlichen Region Zentral-Äquatoria in Fahrzeugen unterwegs, als sie verschwanden. Genauere Details wurden nicht genannt. Den UNO zufolge ist dies das dritte Mal in sechs Monaten, dass bewaffnete Gruppen humanitäre Helfer in ihre Gewalt gebracht haben. Sie verurteilten den Angriff scharf.

Im ölreichen Südsudan brach 2013, nur zwei Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes, ein Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir und den Unterstützern seines ehemaligen Stellvertreters Riek Machar aus. Seither kamen Zehntausende ums Leben, darunter nach UNO-Angaben mehr als 80 humanitäre Helfer. Rund vier Millionen Menschen - ein Drittel der Bevölkerung - sind bisher geflohen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA373 2018-04-26/14:27