60 Jahre Eurochambres: Leitl für Handelsabkommen und EU-Forschung
Brüssel (APA) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und der europäischen Wirtschaftskammer „Eurochambres“, Christoph Leitl, hat v...
Brüssel (APA) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und der europäischen Wirtschaftskammer „Eurochambres“, Christoph Leitl, hat vor Nationalismus und Abschottung in Europa gewarnt. Bei einem Festakt zu 60 Jahren Eurochambres in Brüssel plädierte Leitl für Handelsabkommen Europas mit allen Teilen der Welt und für eine Verdopplung der EU-Forschungsausgaben.
Nationalismus sei keine Antwort für Europa, sagte Leitl. Es stimme zwar, dass China, Indien und andere Länder an Stärke gewinnen, aber „das muss Europa nicht schwächen. Wir können auch wettbewerbsfähig und erfolgreich bleiben.“ Entscheidend sei die Einigkeit innerhalb der EU, betonte Leitl laut Redetext. „Entweder zusammen schwimmen, oder alleine untergehen.“
Leitl plädierte für einen zusätzlichen EU-Vertrag mit freiwilliger Beteiligung der Staaten, um Reformen voranzubringen. Zu diskutieren wäre die Abschaffung von einstimmigen Entscheidungen und von Bürokratie, „verantwortungsvolle Bürger“ gelte auch für den Konsumentenschutz. Außerdem will Leitl, dass die Europäische Kommission wie eine europäische Regierung agiert, der Kommissionschef sollte als Präsident Europas auftreten. Bei wichtigen Fragen sollte es gesamteuropäische Referenden anstatt Volksabstimmungen in einzelnen EU-Staaten geben.
Die Europäischen Wirtschaftskammern vertreten europaweit über 43 nationale Kammern und insgesamt rund 20 Millionen Unternehmen.
~ WEB https://news.wko.at/presse ~ APA388 2018-04-26/14:40
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