Gemeinde Hochfilzen packt viele neue Projekte an
Ein Biathlon-Pfad, Hochwasserschutz und die Rettung des Wiesensees stehen unter anderem auf der Agenda der Gemeinde Hochfilzen.
Hochfilzen –Wohin entwickelt sich die Gemeinde Hochfilzen? Das war eine der Fragen, auf die Bürgermeister Konrad Walk bei der jüngsten Gemeindeversammlung Anworten lieferte. Rund 70 Bürger waren am vergangenen Donnerstag in den Kultursaal gekommen, um sich über die neuen Projekte, die in ihrer Gemeinde umgesetzt werden sollen, zu informieren. Ein Überblick:
1Biathlon-Pfad: Hochfilzen und der Biathlon-Sport sind zu einer Einheit verschmolzen. Dank den vergangenen Veranstaltungen hat sich die Gemeinde auch über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Die Gemeinde will den Biathlon-Sport auch im Sommer zum Thema machen, und zwar mit einem Biathlon-Pfad. „Wir planen, an rund 15 bestimmten Stationen so genannte Pylone mit Informationen zum Sport aufzustellen“, erklärt Walk. Besucher können auf diesem Pfad aber weit mehr als „nur“ Texte lesen. „Für die Kinder planen wir Spielmöglichkeiten.“ Im Gespräch sei die Idee, mit einer Wasserdruckpistole auf Ringe schießen zu können. Eine entsprechende Station soll am Wiesensee gebaut werden. Das Ganze soll aber nicht nur Spaß bringen, sondern auch mehr Gäste. „Das ganze Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem TVB realisiert wird, soll den Ortskern beleben“, sagt Walk. Ab Mitte Juni soll das Projekt umgesetzt werde. Der Biathlon-Pfad soll laut Walk „unter 100.000 Euro kosten“.
2Hotel-Chalet-Dorf: Im Bereich Unterwarming ist ein Hotel-Chalet-Dorf mit einem Zentralgebäude und rund 20 Chalets geplant. Derzeit laufe die Änderung des Raumordnungskonzeptes. Ein deutscher Investor soll das Projekt verwirklichen. „Wenn alles optimal läuft, kann 2019 mit dem Bau begonnen werden“, sagt Walk, der zu diesem Zeitpunkt noch keine Kostenschätzung abgeben möchte.
3Rettung des Wiesensees: Das Problem gibt es bereits seit vielen Jahren: Der als Naherholungsgebiet beliebte Wiesensee verlandet. „Im Sommer ist vom Wasser nicht mehr viel zu sehen wegen der ganzen Pflanzen, die verfaulen. Dadurch entsteht auch eine Geruchsbelästigung.“ Um das Problem zu beseitigen, habe man bereits mit der Landesregierung Kontakt aufgenommen, um Maßnahmen auszuarbeiten.
4Hochwasserschutz: Doch bevor der Wiesensee in Angriff genommen werden könne, müsse die Gemeinde zuerst am Hochwasserschutz im Bereich Unterwarming arbeiten. Bei Starkregen lande nämlich Material aus insgesamt fünf Gräben auch im Wiesensee. „Derzeit ist man dabei, mit der Wildbachverbauung Kontakt aufzunehmen und zu schauen, ob man ein Projekt ausarbeiten kann, damit der Weiler Unterwarming entsprechend geschützt wird“, sagt Walk.
5Wohnprojekt „Bachlfeld IV“: Dieses Projekt betrifft Bauplätze in Hochfilzen zu einem erschwinglichen Preis. Dafür hat die Gemeinde insgesamt 13 Grundstücke für 1,1 Millionen Euro (inkl. Straßen, Retention, Versickerung, Schneedepot) gekauft.
Die Grundstücke sind zwischen 400 m² und 820 m² groß. Preis pro Quadratmeter Bauland: 142 Euro (indexgesichert). Für alle Grundstücke gibt es laut Walk bereits Interessenten. (miho)
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