US-Botschafterin Haley: Hamas benutzt Kinder als „Kanonenfutter“

New York/Washington (APA/AFP) - Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat der radikalislamischen Hamas-Organisation ...

New York/Washington (APA/AFP) - Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat der radikalislamischen Hamas-Organisation vorgeworfen, Kinder bei antiisraelischen Protesten „als Kanonenfutter“ zu benutzen.

„Jeder, der sich wirklich um Kinder sorgt, sollte darauf bestehen, dass die Hamas unverzüglich damit aufhört, Kinder als Kanonenfutter im Konflikt mit Israel zu benutzen“, sagte Haley am Donnerstag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York.

Die israelische Armee hat bei antiisraelischen Protesten in den vergangenen Wochen 41 Palästinenser getötet. Die meisten von ihnen starben nahe dem Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel durch Schüsse von israelischen Soldaten. Einige wenige wurden durch Artilleriebeschuss oder bei Luftangriffen getötet. Die israelische Armee beharrt darauf, dass ihre Soldaten zur Selbstverteidigung schießen oder auch, um Palästinenser am Übertreten des Grenzzauns zu hindern.

Nach Angaben des UN-Gesandten für den Nahen Osten, Nikolai Mladenow, wurden in den vergangenen Wochen mindestens vier Kinder durch israelische Schüsse getötet. Er forderte Israel in der Sicherheitsratssitzung auf, den Rückgriff auf scharfe Munition einzuschränken. „Tödliche Gewalt sollte nur der letzte Ausweg sein“, sagte er. Mladenow forderte zugleich die Hamas und die Anführer der Proteste auf, sich vom Grenzzaun fernzuhalten und Kinder besonders zu schützen.

Die Demonstrationen mit zehntausenden Teilnehmern begannen am 30. März und sollen noch bis Mitte Mai andauern. Israel wurde vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948 gegründet, feierte aber seine Staatsgründung nach dem jüdischen Kalender schon im April. Am 14, Mai soll die US-Botschaft auf Beschluss von US-Präsident Donald Trump von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen.

Am 15. Mai jährt sich zum 70. Mal die Nakba (deutsch: Katastrophe oder Unglück). An diesem Tag erinnern die Palästinenser an Vertreibung und Flucht von rund 760.000 Landsleuten, die 1948 auf die Gründung des Staates Israel folgten. Sie fordern ein Rückkehrrecht auf ihr enteignetes Land.

Die USA haben im Sicherheitsrat zwei Mal Resolutionen blockiert, in denen Besorgnis über die Gewalt im Gazastreifen geäußert wurde.