Eurogruppe - Scholz: Optimistischere Blicke bei Griechenland
Athen/EU-weit/Sofia (APA) - Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz hat sich verhalten positiv zu Griechenland geäußert. Vor Beginn der Sitz...
Athen/EU-weit/Sofia (APA) - Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz hat sich verhalten positiv zu Griechenland geäußert. Vor Beginn der Sitzung der Eurogruppe in Sofia sagte Scholz Freitag früh, es gebe „viel optimistischere Blicke“ bezüglich Griechenland als noch vor ein paar Jahren.
EU-Wirtschafts- und Steuerkommissar Pierre Mosovici zeigte sich „glücklich“, wenn Griechenland sein Rettungsprogramm abschließen kann. „Griechenland entwickelt sich mit voller Geschwindigkeit, hat vollständige Rechte, und das Wachstums erholt sich. Die Krise liegt wirklich hinter“ dem Land. Und die Zukunft müsse jetzt gestaltet werden. „Wo ein Wille ist, ist ein Weg.“ Jedenfalls müsse der endgültige Abschluss des griechischen Hilfsprogramms spätestens bei der Eurogruppen-Sitzung Ende Juni beschlossen werden.
Scholz bremste etwas ein und sagte, die „vierte Programmnachschau hat noch gar nicht stattgefunden, ist noch nicht zu Ende“. Deshalb müsse über die Frage diskutiert werden. Aber „natürlich wird die Frage eine Rolle spielen, wie wir es hinbekommen, das griechische Programm gut zu Ende zu bringen“. Angesprochen auf Schuldenerleichterungen zeigte sich Scholz zurückhaltend. „Warten wir die Berichte ab. Alle wissen, dass sich die Lage verbessert hat.“
Zum Wunsch Bulgariens nach Aufnahme in die Eurozone meinte Moscovici, Sofia werde „sicher das nächste Land“ in der Währungsunion sein. Aber „wir haben es nicht zu eilig“. Wenn man zu rasch vorgehe, sei es nicht perfekt. Es müssten aber Kriterien erfüllt werden, um Mitglied der Eurozone zu sein.
Angesprochen auf einen gemeinsamen Eurozonen-Haushalt sagte Scholz, es gehe insgesamt um die Weiterentwicklung des gesamten Euroraums. „Eine qualitative Veränderung werden wir in kurzer Zeit haben, wenn leider Großbritannien die EU verlässt. Dann wird ein ganz wesentlicher Teil der EU im Euro bezahlen. Die meisten Bürger werden den Euro als ihre eigene Währung haben. Ich glaube, dass es dort einen inneren Entwicklungsdrang zur Konvergenz gibt. Das gilt es auch mit einzubeziehen, wenn wir über die Zukunft diskutieren.“
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