Grazer Oper bringt Mendelssohns „Sommernachtstraum“ als Tanzabend
Graz (APA) - In der Grazer Oper hat am 5. Mai ein Ballett nach William Shakespeares „Sommernachtstraum“ Premiere. Dabei wird vor allem Felix...
Graz (APA) - In der Grazer Oper hat am 5. Mai ein Ballett nach William Shakespeares „Sommernachtstraum“ Premiere. Dabei wird vor allem Felix Mendelssohns Musik verwendet, um die rauschhafte Nacht und die Liebeswirren der Paare umzusetzen. Die Choreografie stammt von Ballettchef Jörg Weinöhl, neben den Grazer Philharmonikern sind als Sängerinnen auch Sieglinde Feldhofer und Andrea Purtic dabei.
Zwei junge Paare, die vom Hof von Athen fliehen, ein Elfenkönig, der der Elfenkönigin eine Lehre erteilen will, und ein Herrscher, dessen Hochzeitsfeierlichkeiten den Rahmen für das verwirrende Treiben abgeben: Aus diesen Zutaten schuf William Shakespeare eine der stimmungsvollsten Komödien für das Theater, die auch immer wieder Komponisten von Henry Purcell bis Benjamin Britten zur Vertonung gereizt hat. Felix Mendelssohn schrieb eine Schauspielmusik, die nicht zuletzt wegen ihres Hochzeitsmarsches berühmt wurde.
Der Grazer Ballettchef wählte für seine Produktion neben Mendelssohns Musik auch Werke von anderen Komponisten wie Mozart, um die Geschichte aus seinem Blickwinkel zu erzählen. Dabei geht es nicht um eine genaue Umsetzung der literarischen Vorlage, sondern auch um den Hintergrund, vor dem sich die Liebeswirren abspielen. „In meinem Schaffen kreise ich immer wieder um die großen Begriffe wie Natur und Traum. In diesem Tanzspiel geht es mir deshalb nicht darum, Shakespeare getreu nachzuerzählen, sondern vielmehr darum, einzelne mir wichtig erscheinende Aspekte herauszuheben und in den Blick zu nehmen, so als würden wir den Sommernachtstraum noch einmal nachträumen“, beschrieb es der Choreograf im APA-Gespräch.
Die Abläufe seien daher nicht homogen, fließende oder weiche Übergänge wird man vergeblich suchen. „Die Figuren erleben Brüche, Unstimmigkeiten, Irritationen, Erkenntnismomente, erfahren den permanenten ‚Missing link‘ einer ihnen unbekannt gewordenen Welt“, erläuterte Weinöhl. Und aus diesen vielstimmigen Erfahrungen „erwächst eine neue Wirklichkeit, wenn der Traum zu Ende geht.“
(S E R V I C E - „Ein Sommernachtstraum“. Ballett von Jörg Weinöhl in der Grazer Oper. Premiere am 5. Mai 2018. Dirigent: Robin Engelen. Mit: Sieglinde Feldhofer und Andrea Purtic (Gesang), sowie Simon Van Heddegem, Barbara Flora, Daniel Myers, Enrique Saez Martinez, Astrid Julen, Clara Pascual Marti, Marina Schmied, Chris Wang, Kana Imagawa, Joao Pedro de Paula, Fabio Toraldo, Kana Imagawa, Arthur Haas. Weitere Vorstellungen: 11., 17., 18., 26. und 30. Mai, 17., 20. und 24. Juni 2018. http://www.oper-graz.com)
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