Royal Bank of Scotland verdreifacht Gewinn - Niedrigere Rechtskosten

London (APA/Reuters) - Der Konzernumbau hat der Royal Bank of Scotland (RBS) ein Gewinnsprung beschert. Zudem profitierte die Bank von gesun...

London (APA/Reuters) - Der Konzernumbau hat der Royal Bank of Scotland (RBS) ein Gewinnsprung beschert. Zudem profitierte die Bank von gesunkenen Kosten für Rechtsstreitigkeiten. Das Ergebnis vor Steuern verdreifachte sich im ersten Quartal auf 792 Mio. Pfund (909 Mio. Euro), wie das in der Finanzkrise verstaatlichte Institut am Freitag mitteilte.

Doch noch immer hängt das Damoklesschwert einer drohenden Milliardenstrafe in den USA über der RBS, die die Bank im Gesamtjahr in die roten Zahlen drücken dürfte. Obwohl das Ergebnis deutlich besser als erwartet ausfiel, notierte die RBS-Aktie kurz am Morgen 0,4 Prozent im Minus.

Es gebe keine Neuigkeiten zu den Verhandlungen mit dem US-Justizministerium, erklärte die Bank. Der angestrebte Vergleich im Hypothekenstreit ist Voraussetzung für die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen und die Re-Privatisierung. Seit der Finanzkrise hält der britische Staat 71 Prozent an dem Institut.

Die RBS-Ergebnisse werden immer wieder von Umbaukosten und Strafzahlungen belastet. Im ersten Quartal fielen sie jedoch deutlich geringer aus als vor Jahresfrist. Für die Restrukturierung fielen diesmal 209 (Vorjahresquartal: 509) Mio. Pfund an, für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten 19 (764) Mio. Pfund. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich von 15,9 Prozent (Ende Dezember) per Ende März auf 16,4 Prozent.

Im operativen Geschäft bekommt RBS den zunehmenden Wettbewerb und die niedrigen Zinsen zunehmend zu spüren. Der Zinsüberschuss sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent.

~ ISIN GB0007595738 WEB http://www.rbs.com/ ~ APA191 2018-04-27/10:45