Bezirk Imst

Stams verschiebt Kanalarbeiten

© Dorn

Der zuletzt eskalierte Streit im Gemeinderat rund um die Arbeiten wurde beigelegt.

Stams –Ganz anders als beim Zusammentreffen davor wurden diesmal kritische Wortmeldungen sowohl sachlich vorgetragen als auch sachlich diskutiert. Das Ergebnis waren Grundlagen, mit denen sich nun am Thema Kanalsanierung weiterarbeiten lässt.

Zum Beispiel war bei der letzten Sitzung noch nicht klar, wie viel Geld man überhaupt heuer für das Projekt zur Verfügung haben würde. Das konnte nun von Bürgermeister Franz Gallop nachgeprüft und dem Gemeinderat vorgelegt werden: 130.000 Euro bleiben nach Abzug mehrerer Posten übrig. Und die werden als Rücklage vermutlich erst im kommenden Jahr verwendet werden. Denn nach kurzer Diskussion beschloss das Dorfparlament mit zwei Gegenstimmen, die Fortführung der Kanalsanierung auf 2019 zu verschieben.

„Ich schlage vor, wir schreiben alles in einem für nächstes Jahr aus und tun heuer nichts mehr“, so Gallop. Ein größeres Baulos brächte mitunter auch einen besseren Preis, so ein Argument. Zudem wisse man nicht, ob der vorzuziehende Teilabschnitt in Schöneck heuer nicht zu einer Überschreitung führen würde.

Nachdem zwar für alle anderen Bauabschnitte bereits durch das ZT-Büro Philipp eine Planung vorliegt, für das durch mehrere Schäden in der Wasserleitung hinzugekommene Gebiet westlich des Campingplatzes aber noch kein genaueres Konzept erarbeitet wurde, beschloss man zudem einstimmig, die Planung dieses Teilstücks dem Büro nun in Auftrag zu geben. „Man hat ja nie die Arbeit von Philipp in Frage gestellt, aber es wäre feiner, wenn man ein zweites Angebot am Tisch gehabt hätte“, zeigte sich auch Hermann Schweigl von der Opposition im Nachhinein versöhnlich.

Durch den Aufschub der Arbeiten auf nächstes Jahr habe man nun genügend Zeit, die Vorarbeiten gründlich zu erledigen, so Gallop, der nach dem Hickhack um die Überschreitungen den Kritikern zugestand: „Wir haben daraus gelernt und werden das in Zukunft berücksichtigen.“

Neben der Kanalsanierung wird auch die Sanierung des Hammerstielwegs aufgeschoben, zumal durch bevorstehende Bauarbeiten mit weiteren Schäden zu rechnen sein wird.

Die Kondensationsanlage des Heizwerks dagegen, die wegen des mehrmonatigen Ausfalls ebenfalls schon Gegenstand heftigerer Diskussionen war, wird nach einer Lieferzeit von 18 bis 20 Wochen nun erneuert. (ado)

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