Kärntner Grüne wählen am Samstag neuen Parteivorstand
Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Grünen wählen am (morgigen) Samstag einen neuen Landesparteivorstand. Ex-Landesrat Rolf Holub bestätigte am ...
Klagenfurt (APA) - Die Kärntner Grünen wählen am (morgigen) Samstag einen neuen Landesparteivorstand. Ex-Landesrat Rolf Holub bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der „Kleinen Zeitung“, wonach dabei auch ein neuer Parteisprecher gekürt werden soll. Bis zum Spätsommer erwartet Holub eine Entscheidung darüber, was mit der übrig gebliebenen Klubförderung der Grünen passieren soll.
Bei der Versammlung, die um 9.00 Uhr in Klagenfurt starten soll, werde der alte Vorstand entlastet und ein Rechnungsabschluss gemacht, „wie bei jedem Verein“, so Holub. Im Vorstand soll nach dem Ausscheiden aus dem Landtag kein Stein auf dem anderen bleiben, kündigte er an: „Der alte Vorstand tritt geschlossen zurück.“ Neben Holub sind das die ehemalige Klubobfrau Barbara Lesjak, Ex-Landtagsabgeordneter Michael Johann, Annita Sekalo als Finanzreferentin und Geschäftsführer Christoph Gräfling. Von diesen Personen werde auch niemand mehr dem neuen Vorstand angehören.
Auf die Frage, ob am Samstag auch gleich ein neuer Parteisprecher gekürt werden soll, sagte Holub: „Das ist zumindest die Idee. Der Posten wird ausgeschrieben und wir schauen, wer sich bewirbt.“ Bei den Grünen strebe man einen „Generationswechsel, eine Verjüngung der Führung“ an. Diskutiert werden soll all das unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zur Landesversammlung eingeladen seien alle 600 Kärntner Grünen-Mitglieder, Holub rechnet mit „60 bis 100“ Teilnehmern.
Noch offen war vorerst, was mit den übrig gebliebenen 500.000 Euro passieren soll, die die Grünen als Klubförderung erhalten, aber nicht verbraucht haben. Das Land fordert das Geld zurück, bei den Grünen ist man aber der Ansicht, dass es rechtlich nicht vorgesehen sei, Geld zurückzuzahlen. Derzeit werde ein Gutachten ausgeschrieben, sagte Holub: „Aufgrund des Gutachtens werden wir entscheiden, wie wir damit umgehen.“ Es sei ihm wichtig, dass das Vorgehen „so sauber wie möglich ist“ - sollte das Geld wirklich zurückgezahlt werden müssen, so lege Holub aber Wert darauf, dass es „im Sinne der Widmung, also für demokratische Arbeit“ verwendet wird. Gefragt, ob die Kosten für das Gutachten auch von den 500.000 Euro finanziert werden sollen, betonte er noch einmal, es sei wichtig, dass alles sauber ablaufe. Eine Entscheidung erwartet Holub im „August, beziehungsweise September“.
~ WEB http://www.gruene.at ~ APA250 2018-04-27/11:45
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