Vermehrt Nachtstreifen in Kufstein
Prävention heißt das Stichwort: Die Stadtpolizei verstärkt ab 3. Mai die Streifentätigkeit. Vor allem in den Abendstunden.
Von Michael Mader
Kufstein –Sowohl Bundespolizisten als auch Stadtpolizisten werden in den nächsten drei Monaten in der Festungsstadt öfters anzutreffen sein. Vor allem in den Abendstunden.
Das ist ein Wunsch des städtischen Sicherheitsausschusses, dessen Maßnahmenpaket nun auch vom Stadtrat abgesegnet worden ist. Auslöser waren zwei brutale Überfälle Anfang April, die auch in sozialen Medien eine heftige Sicherheitsdiskussion vom Zaun brachen.
Auch wenn Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) und Vizebürgermeister Hannes Rauch unisono betonen, dass Kufstein grundsätzlich eine sichere Stadt sei, hat man auf das subjektive Unsicherheitsgefühl der Bewohner reagiert.
Das Maßnahmenpaket umfasst – wie berichtet – unter anderem die Bitte an die Bundespolizei, die Streifentätigkeit insbesondere in den Nachtstunden im Stadtgebiet zu intensivieren und eventuell auch eine Hundestreife einzusetzen. „Das haben wir bereits gemacht. Besonders in den frühen Morgenstunden und in den Abendstunden gibt es eine vermehrte Streifentätigkeit“, berichtet Peter Franz, stellvertretender Postenkommandant der Polizeiinspektion Kufstein, der Tiroler Tageszeitung. Besonders in neuralgischen Bereichen wie etwa in Kufstein-Zell oder im Bahnhofsbereich gibt es Fußstreifen.
Zudem wurden die Stadtwerke bereits angewiesen, öffentliche Plätze in Kufstein zu überprüfen und bei Bedarf die Beleuchtung zu verbessern.
„Mitte Juni wird dann ein runder Tisch stattfinden, an dem die Stadt, die Bundespolizei, die Stadtpolizei, Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Kufstein und Mitarbeiter der Tiroler Sozialen Dienste teilnehmen“, weiß Rauch.
Hintergrund für die Teilnahme der TSD sind laut Krumschnabel Gerüchte, dass es gerade mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die in der Kaiserbergstraße untergebracht sind, immer wieder Probleme gebe. „Das sind aber Gerüchte und wir wollen hier Aufklärung. Wir haben hier keinen wirklichen Einblick. Gibt es festgelegte Ausgehzeiten für die Jugendlichen, gibt es Maßnahmen, die bei Verstößen gesetzt werden usw.“, setzt Krumschnabel auf eine bessere Kommunikation zwischen der Stadtgemeinde und den TSD. Keinerlei Probleme gebe es in der Festungsstadt im Übrigen mit den Bewohnern des Asylwerberheims in Weißach gegenüber der ehemaligen Kaserne. Krumschnabel: „Seit Jahren ist in den mir vorgelegten Berichten zu lesen, dass es keine besonderen Vorkommnisse gibt.“
Ab dem 3. Mai werden schließlich auch die Dienstpläne der Stadtpolizei umgestellt. „Ab nächster Woche werden zwei Leute im Stadtgebiet verstärkt zu Fuß unterwegs sein“, erklärt dazu Stadtpolizeichef Hartwig Bamberger. Aktuell verfügt die Stadtpolizei über zwölf uniformierte Beamte. Die Zusatzdienste durch diese Schwerpunktstreifen, besonders an Plätzen, wo es eventuell zu Problemen kommen könnte, werden den Mitarbeitern der Stadtpolizei finanziell abgegolten, heißt es im Beschluss des Stadtrates.
„Wir haben jetzt einmal einen Zeitraum von drei Monaten vorgesehen“, erklärt Krumschnabel. Danach sollen die Ergebnisse der angeordneten Maßnahmen erneut im städtischen Ausschuss für Angelegenheiten der öffentlichen Ordnung und Sicherheit besprochen werden.