Italiens Notenbank: „Gefahren für Italiens Bankensektors sinken“

Rom (APA) - Laut italienischer Notenbank bessert sich die Lage des Bankenwesens im Land. „Die Gefahren für Italiens Bankensektors sinken“, h...

Rom (APA) - Laut italienischer Notenbank bessert sich die Lage des Bankenwesens im Land. „Die Gefahren für Italiens Bankensektors sinken“, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Banca d ?Italia. Die bessere Lage für Italiens Bankensystem wirke sich positiv auf die Bankenaktien an der Mailänder Börse aus.

Die Kreditinstitute in Italien sollen in den nächsten Jahren wieder mehr Gewinne schreiben. Gefahren bestünden lediglich für die Stabilität einiger kleineren Banken, hieß es im Bericht der Banca d Italia. Bis 2020 werden die italienischen Banken unter Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) ihre faulen Kredite um 38 Prozent abbauen. Auch kleinere Banken werden ihre Pläne zur Reduzierung der notleidenden Kredite vorlegen müssen.

Italien leide nach wie vor unter einer hohen öffentlichen Staatsschuld, warnte die Notenbank. Wegen der riesigen Verschuldung, die 130 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) beträgt, sei das Land stärker als andere Spannungen auf den Finanzmärkten ausgeliefert.

Italienischen Geldhäusern machen im Zuge der jahrelangen Wirtschaftsflaute noch zahlreiche Problemdarlehen zu schaffen. So hat die Krisenbank Monte Paschi di Siena (MPS) 2017 einen Verlust von 3,5 Mrd. Euro eingefahren. Auch die Großbank Intesa SanPaolo sitzt auf einem Berg fauler Kredite. Sie hatte im vergangenen Jahr für den symbolischen Preis von einem Euro gesunde Teile der Krisenhäuser Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza übernommen.