Mai-Demos in Istanbul meist untersagt - 26.000 Polizisten im Einsatz
Istanbul (APA/dpa) - Die Behörden in Istanbul haben Demonstrationen zum 1. Mai in der türkischen Millionenmetropole weitgehend untersagt. Ku...
Istanbul (APA/dpa) - Die Behörden in Istanbul haben Demonstrationen zum 1. Mai in der türkischen Millionenmetropole weitgehend untersagt. Kundgebungen sind nur auf einem Veranstaltungsplatz weit außerhalb des Stadtzentrums genehmigt, wie das Büro des Provinzgouverneurs am Freitag mitteilte. Am Maifeiertag würden in der Stadt mehr als 26.000 Sicherheitskräfte eingesetzt.
Der Gouverneur rief Bürger dazu auf, sich nicht auf „Provokationen“ einzulassen. Demonstrationen zum 1. Mai in Istanbul sind seit 2014 verboten - dem Jahr nach den regierungskritischen Gezi-Protesten. Die Polizei sperrte in den vergangenen Jahren den Taksim-Platz und die zentrale Einkaufsstraße Istiklal ab. Regierungskritiker versuchten dennoch immer wieder, sich dem Demonstrationsverbot in der Stadt zu widersetzen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Schwere der Zusammenstöße nahm in den vergangenen Jahren ab.
Im vergangenen Jahr waren am 1. Mai in Istanbul 160 Menschen festgenommen worden. Seit dem nach dem Putschversuch im Juli 2016 verhängten Ausnahmezustand kommt es in Istanbul kaum noch zu Demonstrationen. Der Ausnahmezustand war vor wenigen Tagen zum siebten Mal verlängert worden.
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