Wiener Börse
Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Freitag mit Kursgewinnen ins Wochenende gegangen. Während Verluste der Schwergewichte BAWAG und Raiffei...
Wien (APA) - Die Wiener Börse ist am Freitag mit Kursgewinnen ins Wochenende gegangen. Während Verluste der Schwergewichte BAWAG und Raiffeisen den ATX belasteten, hatte ein schwacher Euro für Unterstützung gesorgt. Der heimische Leitindex stieg 16,34 Punkte oder 0,47 Prozent auf 3.477,34 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 22 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.455,00 Punkten. Auf Wochensicht wurde ein marginales Minus von 0,1 Prozent verbucht.
Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,26 Prozent, DAX/Frankfurt +0,70 Prozent, FTSE-100/London +1,09 Prozent und CAC-40/Paris +0,46 Prozent.
Konjunkturdaten fanden kaum Beachtung. Dabei war ein Wachstumseinbruch zu Jahresbeginn, der in den vergangenen Jahren oft stattgefunden hatte, überraschend ausgeblieben. Unterdessen wuchs Österreichs Wirtschaft 2017 etwas stärker als bisher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag laut Wifo im ersten Quartal um 0,8 Prozent über jenem des vierten Quartals. Allerdings hat sich laut der EU-Kommission die Stimmung in der österreichischen Wirtschaft leicht verschlechtert.
In der kommenden Woche nimmt die Berichtsaison wieder an Fahrt auf. Palfinger, Andritz, OMV, AG und Erste Group öffnen ihre Bücher für das erste Quartal 2018. Die Palfinger-Papiere zogen um 0,63 Prozent höher, hingegen verloren die Andritz-Aktien 0,72 Prozent.
Die OMV-Aktien (plus 0,51 Prozent) könnten von einen Analystenkommentar gestützt worden sein. Die Experten von Macquarie hoben für die Aktien des Ölkonzerns die Anlageempfehlung von vormals „Underperform“ auf „Neutral“ an. Das Preisziel liegt nun bei 47,8 Euro anstatt 42,0 Euro. Die Analysten gehen von einem höheren Ölpreis für die kommenden Jahre aus. Außerdem prüfe die OMV derzeit den Erwerb einer Minderheitenbeteiligung an einer Öl-Raffinerie in Ruweis, Abu Dhabi, schreiben die Experten der Erste Group.
Die Anteilsscheine von AMAG (minus 1,89 Prozent) rutschten mit Raiffeisen (minus 2,10 Prozent) ans Ende der Kurstafel. BAWAG verloren 0,97 Prozent. Im Fahrwasser eines schwachen europäischen Branchentrends wurden heimische Bankwerte in Mitleidenschaft gezogen.
Vor dem Wochenende profitierten die Strabag-Aktien von ihrer soliden Zahlenvorlage zum Geschäftsjahr 2017 und stiegen um über vier Prozent auf 34,50 Euro. Der Baukonzern überraschte mit einer Erhöhung der Dividende auf ein Rekordhoch von 1,30 Euro je Aktie. Strabag sollte weiterhin vom positiven Umfeld in Deutschland aber auch in anderen Kernmärkten profitieren, stellen die Experten der Erste Group in Aussicht. Die Dividendenrendite sei für sie ein klares Signal für einen höheren Aktienkurs.
AT&S stiegen zwar leicht um 0,25 Prozent aber eine wirkliche Erholung gelingt den Technologie-Aktien nicht. Die Titel des Leiterplattenherstellers fahren auf Wochensicht mit minus 13 Prozent den größten Kursverlust im ATX ein. Enttäuschende Geschäftszahlen von ams hatte in der ganzen Branche zur Wochenmitte für schlechte Stimmung gesorgt.
Außerdem gewannen CA Immo 2,67 Prozent und Immofinanz tendierten um 0,38 Prozent höher. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Immofinanz empfehlen den Aktionären, das freiwillige öffentlichen Übernahmeangebot des US-Investors Starwood für bis zu 5 Prozent der Immofinanz in Höhe von 2,10 Euro je Aktie nicht anzunehmen. Der Vorstand der CA Immo gab keine Empfehlung ab. Aktionäre müssen auf der Basis eigener Anlagestrategie entscheiden, teilte der Vorstand der CA Immo mit. Unterdessen schoben sich s Immo mit einem Kursplus von 4,14 Prozent an die Spitze des ATX.
~ ISIN AT0000999982 ~ APA568 2018-04-27/18:22
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