USA halten Druck auf Nordkorea nach Korea-Gipfel aufrecht

Pjöngjang/Seoul (APA/Reuters/dpa) - Die USA halten auch nach den Fortschritten beim koreanischen Gipfeltreffen ihren Druck auf Nordkorea auf...

Pjöngjang/Seoul (APA/Reuters/dpa) - Die USA halten auch nach den Fortschritten beim koreanischen Gipfeltreffen ihren Druck auf Nordkorea aufrecht. Allen Gesprächen, Versprechen und Zusicherungen werde man mit Zurückhaltung und Wachsamkeit begegnen, erklärte US-Vize-Präsident Mike Pence am Freitag in Washington. Er begrüßte die Bewegung hin zu einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

Doch das sei eben nur ein Schritt. „Die Vorbereitungen für den Gipfel der USA und Nordkoreas gehen weiter, aber wie wir bereits gesagt haben - die Kampagne des Drucks wird unvermindert fortgesetzt“, so Pence.

Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) begrüßte die Entspannung auf der koreanischen Halbinsel als Beginn einer „neuen Ära“. Nachrichten von Frieden und Denuklearisierung seien wunderbare Nachrichten, so Kneissl auf Twitter. Sie hoffe, dass die Führer im Nahen Osten dieses Vorbild annehme werden und ihren Völkern auch erlauben in Frieden zu leben.

Auch der deutsche Außenminister Heiko Maas begrüßte Maas die Entwicklung, „die hoffentlich zu konkreten Ergebnissen hinsichtlich der internationalen Sorgen über Nordkoreas Nuklearstreben führen wird“. Deutschland als „ehemals geteiltes Land“ hoffe zudem, dass der Gipfel zu spürbaren Erleichterungen für die Menschen in Nord- und Südkorea beiträgt. Ziel müsse „eine umfassende, überprüfbare und irreversible Denuklearisierung“ sein.

US-Präsident Donald Trump will den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un im Mai oder Juni treffen. Es stünden zwei oder drei Orte für die Begegnung zur Diskussion, sagte Trump in Washington bei einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Einzelheiten nannte er nicht. Sollte es offensichtlich werden, dass die USA und Nordkorea zu keiner Lösung kämen, werde er den Raum verlassen, sagte Trump.

Kim und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in waren zuvor in Südkorea zusammengekommen. Die beiden koreanischen Staaten wollen die geteilte Halbinsel schrittweise von Atomwaffen befreien und den seit fast sieben Jahrzehnten andauernden Kriegszustand beenden. Gemeinsam mit den USA und China werde noch in diesem Jahr der nach dem Korea-Krieg 1953 geschlossene Waffenstillstand in einen Friedensvertrag überführt, hieß es zum Abschluss des ersten Korea-Gipfels seit über zehn Jahren.