Digitalsteuer: Deutscher Finanzminister hält sich bedeckt

Sofia (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz hält sich noch bedeckt zu den Plänen der EU-Kommission zur Besteuerung der Ums...

Sofia (APA/Reuters) - Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz hält sich noch bedeckt zu den Plänen der EU-Kommission zur Besteuerung der Umsätze von Internet-Firmen. Es sei eine große moralische Frage, dass die größten Unternehmen nicht wirklich einen Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisteten, sagte Scholz am Samstag nach einem Treffen der EU-Finanzminister in Sofia.

Jedoch handle es sich dabei um eine sehr neue Entwicklung, die noch genau unter die Lupe genommen und diskutiert werden müsse. „Wir werden sehr bald eine Antwort haben.“ Es gebe wohl kein Land, das akzeptieren könne, dass manche Firmen außerhalb des Systems stünden.

Vor einem Monat schlug die Kommission vor, bei Online-Firmen den Umsatz aus bestimmten Geschäften zu besteuern. Bei einem Satz von drei Prozent könnten die EU-Mitgliedstaaten damit jährlich fünf Milliarden Euro zusätzlich an Abgaben abschöpfen. Grund ist, dass die Internet-Firmen wegen Steuerschlupflöchern in den EU-Staaten kaum Geld an den Fiskus zahlen.