Tourismusrekorde „weder erwartbar noch gewünscht“

Das Bettenangebot im Tiroler Tourismus sinkt etwas, die Auslastung steigt. Laut Experten gibt es aber noch immer zu viel Mittelmaß.

Die Kalkkögel von der Axamer Lizum aus gesehen.
© Andreas Rottensteiner

Von Alois Vahrner

Innsbruck –Die Ende April zu Ende gegangene Wintersaison hat Tirol (endgültige Zahlen liegen noch nicht vor) mit wohl über 27 Millionen einen neuen Nächtigungsrekord beschert. Das sei Folge des Traumwinters mit tollen Schneebedingungen, aber wohl nicht mehr leicht wiederholbar. Die Landespolitik will nach der Abfuhr bei der Olympia-Volksbefragung von „Nächtigungsrekorden“ ohnehin wenig hören. Diese seien aber künftig ohnehin „weder erwartbar noch gewünscht“, betonen der Vorsitzende des Tirol Tourism Boards und Obmann des Tourismusverbandes Serfaus-Fiss-Ladis, Franz Tschiderer, sowie der Leiter des MCI Tourismus, Hubert Siller, gegenüber der TT. Im Winter sei mit den 27 Mio. Nächtigungen wohl der Plafond erreicht, im Sommer liege man mit etwa 22 Mio. noch immer 10 Prozent unter den Höchstwerten Anfang der 1990er-Jahre – und dies dürfte eine Obergrenze des Machbaren sein, habe man es doch gerade im Sommer mit übermächtiger Konkurrenz von Sonne, Sand und Meer inklusive der boomenden Kreuzfahrtbranche zu tun.

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