Im Dorf der Denker gibt sich Prominenz ein Stelldichein

Beim Europäischen Forum von 15. bis 31. August diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und Medizin in Alpbach.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Er wird 2017 durch einen neuen Generalsekretär ersetzt.
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Alpbach –Im Rahmen des diesjährigen Europäischen Forums Alpbach geben sich im Bergdorf zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur die Klinke in die Hand. Hier eine kurze, bei Weitem nicht vollständige Auswahl:

Ban Ki-moon, Ex-UN-Generalsekretär, ist in Alpbach und diskutiert u. a. mit Heinz Fischer, Susan Myers und Jeffrey Sachs, was Staaten voneinander lernen können. Maja Göpel, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltveränderungen im Club of Rome, wird ihre Position vertreten, dass unsere Märkte zukunftsblind sind.

Auch zwei Nobelpreisträger befinden sich unter den Diskutanten in Alpbach: Wirtschaftsexperte Joseph E. Stiglitz, der in seiner Eröffnungsrede das diesjährige Generalthema Diversität und Resilienz beleuchtet, und der Chemiker Aaron Ciechanover aus Israel, der die Gesundheitsgespräche eröffnet und sich auch im Kampf gegen Antisemitismus engagiert.

Die Politik ist vertreten u. a. durch Bundespräsident Alexander van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz, zahlreiche Mitglieder der österreichischen Bundesregierung oder die EU-Kommissare Johannes Hahn, Günther Oettinger, Mariya Gabriel.

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70 Jahre nach der Staatengründung Israels diskutiert Talia Sasson, israelische Aktivistin, Politikerin und Staatsanwältin, mit dem israelischen Generalmajor Nimrod Sheffer über die Zukunft ihres Heimatlands. Dabei vertritt Sasson die These, dass Demokratie nur mit Frieden möglich ist. Topaktuell und spannend auch der Vortrag von Julia Ebner, einer Extremismus- und Terrorismusexpertin vom Institute for Strategic Dialogue (ISD) in London. Die Österreicherin geht in ihren Forschungsarbeiten der Radikalisierung nach und zeigt, wie ExtremistInnen Angst, Verunsicherung und Wut instrumentalisieren.

Strategien zum Schutz demokratischer Prozesse („Defending Digital Democracy“) entwickelt der US-Amerikaner Eric Rosenbach, früher Kabinettschef des US-Verteidigungsministers unter Barack Obama und nun Co-Direktor am Belfer Center for Science and International Affairs, Harvard Kennedy School in Cambridge.

Das Alpbacher Kulturjahr 2018 steht im Zeichen des neuen Formats „Begegnungen“. Gestalter Martin Kušej diskutiert dabei mit Ayad Akhtar, Amira Casar, Flatz, Martin Grubinger und Ana Roš über den Stellenwert der Kunst in einem modernen Europa. (TT, mz)


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