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Über 5.000 Kunden - Zehn Jahre Pannonische Tafel Burgenland

Eisenstadt (APA) - Die Pannonische Tafel im Burgenland feiert kommende Woche ihr zehnjähriges Bestehen. Um die 5.300 Kunden seien bei einer ...

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Eisenstadt (APA) - Die Pannonische Tafel im Burgenland feiert kommende Woche ihr zehnjähriges Bestehen. Um die 5.300 Kunden seien bei einer Zählung vor rund einem Jahr verzeichnet worden, bilanzierte Tafel-Obfrau Andrea Roschek am Freitag gegenüber der APA. An die 60 Tonnen Lebensmittel würden jedes Monat verteilt. Der Bedarf sei nach wie vor groß. „Es kommen nicht weniger“, sagte Roschek.

Gerade in den vergangenen Wochen sei die Tendenz wieder nach oben gegangen. Die Kunden seien vor allem alleinerziehende Mütter, Pensionisten und Mindestsicherungsbezieher sowie Arbeitslose. Flüchtlinge würden nur einen kleinen Teil ausmachen.

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Die Tafel hatte die Obfrau aus Ärger darüber gegründet, wie viele Lebensmittel in Österreich weggeschmissen werden. Als sie damals mit einem Team von rund 15 Leuten begonnen habe, sei die Skepsis groß gewesen, ob eine derartige Einrichtung notwendig sei. Doch die Schere zwischen Arm und Reich klaffe sehr weit auf, meinte Roschek. Es mache sie betroffen, dass es in einem reichen Land wie Österreich eine Tafel brauche.

Inzwischen bestehe das Team aus rund 50 Ehrenamtlichen, vier Personen seien über die Aktion 20.000 beschäftigt. Ausgabestellen gebe es in Eisenstadt und Oberpullendorf. Neben der Lebensmittel- und Bekleidungsausgabe biete die Tafel auch Unterstützung bei Behördenwegen, sozialpädagogische Hilfe oder Förderunterricht für Kinder an. Außerdem kümmere man sich um Obdachlose.

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Die finanzielle Situation sei in den zehn Jahren ein „ewig wiederkehrendes Thema“ gewesen. Ein Tiefpunkt sei kurz vor Weihnachten gewesen, als sich am Konto nur noch 100 Euro befunden hätten, erinnerte sich die Obfrau. Damals sei das Land eingesprungen.

Dass es die Tafel irgendwann nicht mehr brauche, glaube sie angesichts der Pläne der Bundesregierung nicht. Vielmehr habe sie Angst, dass der Andrang steigen könnte. „Ich glaube, wir werden in den nächsten Jahren notwendiger denn je werden“, sagte Roschek.


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