Fußball-WM: Ex-Funktionär: Bei Sperre für Schweizer hat FIFA Problem
Moskau (APA/dpa) - Der ehemalige FIFA-Funktionär Marcel Mathier sieht auf den Fußball-Weltverband einige Schwierigkeiten zukommen, sollte er...
Moskau (APA/dpa) - Der ehemalige FIFA-Funktionär Marcel Mathier sieht auf den Fußball-Weltverband einige Schwierigkeiten zukommen, sollte er die Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Stephan Lichtsteiner nach deren umstrittenen Jubel-Gesten im Spiel gegen Serbien sperren. „Dann hat die FIFA ein großes Problem“, sagte der Schweizer Mathier im Interview der „Basler Zeitung“ (Montag).
„Von da an müsste nämlich jede Geste, die auf irgendeine Weise einen politischen oder religiösen Hintergrund haben könnte, untersucht werden“, erklärte Mathier. „Das würde viele neue und komplizierte Fälle nach sich ziehen.“ Mathier war von 1993 bis 2001 Präsident des Schweizer Fußball-Verbandes und viele Jahre Vorsitzender der FIFA-Disziplinarkommission.
Die betroffenen Spieler, zwei davon (Xhaka und Shaqiri) mit kosovarischen Wurzeln, hatten in der Begegnung mit Serbien nach den Toren mit den Händen den doppelköpfigen Adler geformt, der die Flagge Albaniens ziert. Serbien erkennt den albanisch geprägten Kosovo nach wie vor nicht als eigenständiges Land an. Dies gibt dem Jubel eine politische Dimension. Die FIFA hat deshalb Disziplinarverfahren gegen das Trio eingeleitet.
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