Fußball-WM: Japan und Senegal teilten Punkte und Zufriedenheit
Jekaterinburg (APA/sda/Reuters) - Mit je vier Punkten gehören Japan und Senegal bisher zu den positiven Überraschungen der Fußball-WM. Als A...
Jekaterinburg (APA/sda/Reuters) - Mit je vier Punkten gehören Japan und Senegal bisher zu den positiven Überraschungen der Fußball-WM. Als Auftaktsieger konnten beide Teams auch gut mit der Punkteteilung am Sonntag (2:2) leben. Am Donnerstag (16.00 Uhr) beim letzten Gruppe-H-Spiel - Japan gegen Polen, Senegal gegen Kolumbien - reicht ihnen jeweils ein Zähler für den Einzug ins Achtelfinale.
Das Duell in Jekaterinburg förderte ungeahnte Helden und nicht ganz überraschende Verlierer zutage. Beide Goalies, die nicht zu den herausragenden Vertretern ihrer Zunft gehören, leisteten sich einen schweren Patzer. Wenn Khadim Ndiaye, der mit seinen 33 Jahren stets nur in der Heimat gespielt hat, zwölf Minuten vor Schluss nicht an einer Flanke vorbei gesegelt wäre, hätte Senegal vielleicht sogar den zweiten Sieg nach dem 2:1 gegen Polen gefeiert. So aber traf Japans Altstar Keisuke Honda zum Ausgleich ins verwaiste Tor.
Sein Team, so Senegals Mittelfeldspieler Alfred Ndiaye, sei zwar ein wenig enttäuscht über den späten Punktverlust, aber: „Wir sind noch immer Gruppenerster und unser Schicksal liegt in unseren eigenen Händen. Wir haben schon vier Punkte, das ist gar nicht schlecht“, sagte der in Paris geborene Villareal-Profi.
Auch den Auftakt zu einer Partie, in der Japan gesamt leicht besser war, hatte ein Goalie-Fehler geprägt. Japans Eiji Kawashima faustete einen harmlosen Schuss an das Knie von Liverpool-Stürmerstar Sadio Mane. Der ehemalige Salzburger konnte gar nicht anders, als sein erstes WM-Tor zu erzielen. „Ich denke, der Ball war nicht schwer. Aber er hat die Entscheidung so getroffen, was bedauerlich ist“, monierte Japans Trainer Akira Nishino.
Der Ausgleich durch den wiederum höchst auffälligen Flügelspieler Takashi Inui in der 34. Minute entsprang der ersten Chance Japans überhaupt. Nach der Pause kamen die Asiaten aber weit besser ins Spiel. „Sobald wir ihnen ein bisschen Raum gaben, wurde es schwer für uns. Sie sind ein technisch sehr versiertes Team“, gestand Ndiaye. Sein Trainer, Aliou Cisse, sah es gleich: „Die Japaner waren besser. Sie haben toll gespielt und das Spiel kontrolliert.“
Japan näherte sich der Führung - Inui traf mit einem Kunstschuss die Latte - doch Jubel brandete auf der Gegenseite auf. Moussa Wagues erneute Führung hätte der Sieg für die „Löwen von Teranga“ sein können, wenn später nicht auch Goalie Ndiaye gepatzt hätte. Dennoch darf sich Senegals WM-Bilanz sehen lassen. Von ihren fünf WM-Gruppenspielen haben die Westafrikaner keines verloren.
„Das Achtelfinale ist noch nicht erreicht, aber das Ergebnis hat einen positiven Einfluss auf das dritte Spiel“, erklärte Japans Trainer Nishino. Das sah auch Mittelfeldspieler Ndiaye auf der Gegenseite so: „Vielleicht macht dieser eine Punkt gegen Japan am Ende ja den Unterschied.“
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