Wiener Börse (Mittag) - ATX rutscht tiefer in die Verlustzone
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montag zu Mittag klare Kursverluste verzeichnet. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.252,62 Punkten errech...
Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Montag zu Mittag klare Kursverluste verzeichnet. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.252,62 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 34,12 Punkten bzw. 1,04 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,26 Prozent, FTSE/London -0,99 Prozent und CAC-40/Paris -0,87 Prozent.
Nachdem er im Eröffnungshandel kurzzeitig sogar leicht zugelegt hatte, rutschte der heimische Leitindex im Laufe des Vormittags immer tiefer in die Verlustzone. Das europäische Börsenumfeld zeigte sich zu Mittag ebenfalls klar schwächer. „Neue Androhungen über weiterreichende Handelsschranken von US-Präsident Trump schüren neue Unruhe an den Börsen“, kommentierte der Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.
Bei den Einzelwerten in Wien stiegen die Aktien der Andritz an der ATX-Spitze um 3,60 Prozent auf 44,36 Euro. Der steirische Maschinenbaukonzern hat die Übernahme des US-Unternehmen Xerium Technologies aus North Carolina angekündigt. Andritz wird Xerium für 13,50 US-Dollar (11,59 Euro) je Aktie in Cash erwerben, das Gesamttransaktionsvolumen beträgt rund 833 Mio. Dollar.
Direkt dahinter legten die Titel der Porr 1,10 Prozent auf 32,05 Euro zu und knüpften damit an ihre deutlichen Kursgewinne vom Freitag an. Am Freitag hatten sie bereits sechs Prozent zugelegt. Die Baufirma wird ab dem morgigen Dienstag das Immobilienunternehmen Buwog im ATX ersetzen. Dieses wird von seinem Mutterkonzern Vonovia von der Börse genommen.
Die Erste Group will ihren Anteil an der rumänischen Banca Comerciala Romana (BCR) um weitere 6,29 Prozent auf 99,88 Prozent vergrößern. Der Kostenpunkt der Transaktion sind rund 140 Mio. Euro. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung zur Übernahme des Aktienpakets des Investmentfonds SIF Oltenia wurde bereits abgeschlossen.
Die Erste-Group-Aktien notierten in Einklang mit dem schwachen gesamteuropäischen Branchentrend für Bankaktien um 1,11 Prozent tiefer bei 34,77 Euro. Die Titel der Branchenkollegen Raiffeisen (minus 1,97 Prozent auf 26,83 Euro) und BAWAG (minus 1,67 Prozent auf 38,86 Euro) verloren ebenfalls überdurchschnittlich.
Unterdessen fielen die Anteilsscheine der Immofinanz um 1,27 Prozent auf 20,24 Euro. Die Anfang Juni angekündigte Zusammenlegung von Immofinanz-Aktien im Verhältnis 10:1 ist seit heute wirksam.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX um 9.03 Uhr bei 3.298,06 Punkten, das Tagestief lag gegen 11.24 Uhr bei 3.248,96 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,96 Prozent tiefer bei 1.645,89 Punkten. Im prime market zeigten sich fünf Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und fünf unverändert.
Bis dato wurden im prime market 1.288.293 (Vortag: 940.423) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 36,64 (27,56) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Andritz mit 134.202 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 5,91 Mio. Euro entspricht.
~ ISIN AT0000999982 ~ APA227 2018-06-25/12:17
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