EU verhängt nach umstrittener Wahl in Venezuela Sanktionen
Luxemburg (APA/AFP) - Nach der umstrittenen Wiederwahl von Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro hat die EU neue Sanktionen gegen Vertreter d...
Luxemburg (APA/AFP) - Nach der umstrittenen Wiederwahl von Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro hat die EU neue Sanktionen gegen Vertreter des südamerikanischen Landes verhängt. Die EU-Staaten beschlossen am Montag, elf Verantwortliche für die Wahl in Regierung und Behörden mit Einreise- und Vermögenssperren zu belegen. Eine Liste der Betroffenen wird demnächst im EU-Amtsblatt veröffentlicht.
Maduro hatte sich bei der Wahl im Mai mit deutlichem Vorsprung gegen seine Herausforderer durchgesetzt und eine zweite Amtszeit bis 2025 gesichert. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD hatte den Urnengang jedoch boykottiert. Die Wahlbeteiligung lag unter 50 Prozent.
Maduro wird vorgeworfen, seit Jahren die Demokratie in Venezuela auszuhebeln. Er hat durch eine verfassungsgebende Versammlung das Parlament de facto entmachtet, in dem die Opposition die Mehrheit hatte. Vorangegangen waren monatelange Proteste der Opposition im vergangenen Jahr, in deren Verlauf 125 Menschen getötet worden waren.
Im Jänner hatte die EU wegen des Konflikts mit der venezolanischen Opposition erstmals Sanktionen gegen sieben Regierungsvertreter verhängt. Darunter war auch der Innenminister des Landes.
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