Landesgericht

Aus Rache im Unterland Autos zerkratzt

Landesgericht Innsbruck.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – Ab Spätherbst hatten sich in einer aufgrund ihrer Schönheit bekannten Unterländer Gemeinde unschöne Sachbeschädigungen gehäuft. ...

Innsbruck –Ab Spätherbst hatten sich in einer aufgrund ihrer Schönheit bekannten Unterländer Gemeinde unschöne Sachbeschädigungen gehäuft. So gingen bis zum heurigen Februar bei der Polizeiinspektion insgesamt zehn Anzeigen wegen zerkratzter Autos ein. Angezeigter Sachschaden: 7612 Euro.

Zur Ergreifung des unbekannten Täters diente dann moderne Technik in Form von Videoüberwachung. Bald schon ließen sich Tatorte mit einer dort gefilmten Hotel­angestellten in Verbindung bringen. Diese musste sich gestern am Landesgericht wegen schwerer Sachbeschädigung verantworten. Schuldig bekannte sich die Serbin vor Richter Josef Geisler jedoch nur zum Zerkratzen jener Fahrzeuge, an denen sie auch gefilmt worden war.

Kränkung und Irrglaube waren das Motiv für die kostspielige Zerstörungswut: „Die haben auch mein Auto zerkratzt. Dazu wurde mir immer wieder Müll vor die Türe gelegt, sogar die Post hat man mir geklaut. Die Fahrzeuge habe ich aber schon ganz bewusst ausgewählt, da ich konkret vermute, dass deren Besitzer auch mein Auto zerkratzt haben.“

Für Staatsanwältin Angela Eder waren schon die Videos Beweis genug für die Täterschaft, auch wenn die Angeklagte die restlichen Taten nicht zugeben wollte. Von Letzteren wurde die bislang Unbescholtene im Zweifel freigesprochen. So muss sie nun 5000 Euro Schaden gutmachen. Dazu ergingen über die letztlich Teilgeständige zur Hälfte bedingte 1200 Euro Geldstrafe. (fell)