Schweinebauern verdienen heuer deutlich schlechter

Wien/Linz (APA) - Österreichs Schweinebauern verdienen heuer deutlich schlechter als noch vergangenes Jahr. Grund ist, dass der schwächelnde...

Wien/Linz (APA) - Österreichs Schweinebauern verdienen heuer deutlich schlechter als noch vergangenes Jahr. Grund ist, dass der schwächelnde Appetit auf Schwein in Asien, der den EU-Preis drückt, wie die Landwirtschaftkammer Oberösterreich am Montag in Linz bekannt gab. 2017 sei mit hohen Preisen ein Ausnahmejahr gewesen, heuer ist der Erlös je Mastschwein auf rund 160 Euro gefallen - ein Minus von 12 Prozent.

Es sei zwar erwartet worden, dass das laufende Jahr nicht an das Preisniveau von 2017 herankommt, doch die Ergebnisse der ersten sechs Monate seien unter den Prognosen, so die Kammer. Für die Mastbetriebe bedeutet das hohe Gewinneinbußen. Beim Deckungsbeitrag, also dem, was nach Abzug der variablen Kosten für Lohn und Fixkosten bleibt, gebe es ein Minus von rund 50 Prozent gegenüber 2017.

„Es zeigt sich leider die hohe Abhängigkeit des europäischen und damit auch des österreichischen Marktes für Schweinefleisch vom Export in Drittländer“, sagte Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Wenn in Asien der Markt schwächle, spüre das die europäische Schweinebranche.

Mit einem Schweinebestand von rund 1,12 Millionen Tieren, davon 95.000 Muttersauen, halten Oberösterreichs Betriebe etwa 40 Prozent des österreichischen Bestandes. Oberösterreich ist damit das mit Abstand produktionsstärkste Bundesland. Bei rund 2.000 von insgesamt 6.000 Betrieben mit Schweinehaltung kommt das Einkommen ausschließlich oder überwiegend aus dieser Betriebssparte.