Die Intendanten der Wiener Festwochen
Wien (APA) - Im Folgenden die Programmverantwortlichen der Wiener Festwochen seit ihrer Gründung 1951:...
Wien (APA) - Im Folgenden die Programmverantwortlichen der Wiener Festwochen seit ihrer Gründung 1951:
- 1951 bis 1958 lag die Programmgestaltung beim Veranstaltungsreferat des Kulturamtes der Stadt Wien und damit bei Oberamtsrat Adolf Ario.
- 1958 war Rudolf Gamsjäger als künstlerischer Leiter verantwortlich.
- 1960 bis 1964 leitete Egon Hilbert die Festwochen erstmals unter dem Titel Intendant.
- 1965 bis 1977 war Ulrich Baumgartner Intendant der Festwochen.
- 1978 bis zu seinem Tod 1979 war Gerhard Freund Intendant.
- 1980 bis 1984 wurden die Festwochen durch ein vielköpfiges Programmdirektorium geführt (u.a. mit Helmut Zilk, Jörg Mauthe, Hans Landesmann und Sir Rudolf Bing).
- 1984 bis 1987 war Ursula Pasterk Festwochenintendantin.
- 1987 bis 1991 lag die Funktion der Intendanz interimistisch (und ohne Bezüge) bei Kulturstadträtin Ursula Pasterk.
- 1991 bis 1996 war der spätere Burgtheaterdirektor Klaus Bachler Intendant.
- Seit 1997 lag die künstlerische Verantwortung bei einem Dreierdirektorium mit Luc Bondy (Theater), Klaus-Peter Kehr (Musiktheater) und Hortensia Völckers (Tanz und Sonderprojekte).
- 2002 übernahm Luc Bondy die alleinige künstlerische Verantwortung, sein Vertrag wurde dreimal verlängert. Für das Schauspiel war ab 2001 Marie Zimmermann verantwortlich, ihr folgte 2008 Stefanie Carp, die bereits 2005 für ein Karenz-Jahr Zimmermanns das Schauspiel programmiert hatte. 2002 bis 2004 war Hans Landesmann für das Musikprogramm verantwortlich, 2005 übernahm Stephane Lissner die Funktion des Musikdirektors.
- Nach 2014 stand Markus Hinterhäuser als Intendant an der Spitze der Wiener Festwochen. Seine ursprünglich designierte stellvertretende Intendantin und Chefkuratorin Shermin Langhoff legte ihre Funktion im Sommer 2012 - ein Jahr nach der Bekanntgabe - zurück, an ihre Stelle trat die Belgierin Frie Leysen als Schauspieldirektorin. Sie absolvierte lediglich die erste Ausgabe und gab ihren Rückzug bereits vor Beginn der ersten Saison Hinterhäusers bekannt. 2015 und 2016 gab es mit Stefan Schmidtke im ersten Jahr und Marina Davydova im Folgejahr zwei „Programmkuratoren“.
- Mit den Festwochen 2017 übernahm der erfolgreiche donaufestival-Intendant Tomas Zierhofer-Kin, Hinterhäuser durch viele erfolgreiche gemeinsame Jahre beim „zeitfluss“-Festival in Salzburg und der Programmreihe „zeit_zone“ bei den Wiener Festwochen verbunden, die Intendanz. Nachdem seine erste Festivalausgabe unter harte Kritik geriet, kündigte er seine Kuratoren Johannes Maile und Nadine Jessen und stellte sein Dramaturgieteam neu auf. Einen Tag nach Ende der zweiten Festivalausgabe 2018 wurde von der neuen Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) die einvernehmliche Auflösung seines an sich für drei weitere Jahre laufenden Vertrags bekannt gegeben.
- Bereits eine Woche nach dem Rückzug Zierhofer-Kins wird der Name des neuen, interimistischen Leiters bekannt: Der Belgier Christophe Slagmuylder, Chef des renommierten Kunstenfestivaldesarts in Brüssels, verantwortet das Programm der Wiener Festwochen 2019. Ob er auch danach an der Spitze des Festivals bleibt, hängt vom Ergebnis einer Ausschreibung ab, die in Bälde erfolgen soll. Man hoffe, Slagmuylder werde sich bewerben, hieß es am Montag aus dem Büro der Kulturstadträtin.
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