US-Börsen im Verlauf weiterhin mit herben Verlusten

New York (APA) - Herbe Verluste verzeichneten die US-Börsen am Montag im Verlauf. Denn weiterhin belastet der sich zuspitzende Handelskonfli...

New York (APA) - Herbe Verluste verzeichneten die US-Börsen am Montag im Verlauf. Denn weiterhin belastet der sich zuspitzende Handelskonflikt zwischen den USA auf der einen Seite, und China und der Europäischen Union auf der anderen.

Gegen 19.20 Uhr notierte der Dow Jones mit einem klaren Minus von 1,61 Prozent bei 24.186,07 Punkten. Der S&P-500 Index gab deutliche 1,69 Prozent auf 2.708,23 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index verlor herbe 2,44 Prozent auf 7.505,34 Einheiten.

Nachdem US-Präsident Donald Trump am Freitag erneut mit Zöllen für die europäische Automobilbranche gedroht hatte, wurde über das Wochenende die Volksrepublik China wieder schärfer ins Visier genommen. Medienberichten zufolge plant das US-Finanzministerium höhere Hürden für chinesische Investoren. So soll den Unternehmen, bei denen chinesische Investoren mehr als ein Viertel der Anteile halten, der Kauf von bestimmten US-Technologiefirmen verboten werden, berichtete das „Wall Street Journal“. Zudem solle der Export von weiteren Technologieartikeln nach China untersagt werden.

Unternehmensseitig gaben Intel mehr als vier Prozent ab und gehörten damit zu den schwächsten Papieren des Dow Jones. Das Analysehaus Nomura hatte seine Kaufempfehlung für die Titel des Halbleiterkonzerns zurückgenommen. Nach dem Ausscheiden von Konzernchef Brian Krzanich sei Intel nun wie ein Schiff ohne Segel, hieß es.

Darüber hinaus gaben Apple knapp zwei Prozent ab. Der US-Gigant hatte zuvor eingeräumt, dass die Tastaturen seiner neueren Macbook-Modelle anfällig für Probleme seien. Diese würden im Schadensfall kostenlos repariert.

Der schwächelnde US-Industriekonzern General Electric (GE) veräußert sein Geschäft mit industriellen Gasmotoren. Für den Teilbereich seiner Energieerzeugungssparte erhält GE 3,25 Milliarden US-Dollar. Die Aktien des Unternehmens gaben dennoch 1,49 Prozent ab. Darüber hinaus lösen am morgigen Dienstag die Papiere der Drogeriekette Walgreens (minus 1,38 Prozent) die Aktien des Industriekonzerns im Dow Jones ab. Die Papiere des Traditionsunternehmens General Electric wurden vor mehr als 110 Jahren in das weltweit wichtigste Börsenbarometer aufgenommen.

Die Anteilsscheine von American Express gewannen indes 1,60 Prozent. Zuvor hatte das oberste US-Bundesgericht eine für das Kreditkarten-Unternehmen günstige Entscheidung gefällt.

Harley-Davidson werde wegen der EU-Vergeltungszölle auf US-Waren einen Teil seiner Produktion aus den USA verlagern, gab der Motorradproduzent bekannt. Dadurch wolle der Konzern eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermeiden. Bis die Verlagerung der Produktion abgeschlossen sei, will Harley-Davidson diese Kosten selbst übernehmen. Allein für den Rest dieses Jahres bedeute dies eine Belastung von 30 bis 45 Millionen Dollar. Die Titel von Harley-Davidson sackten um 6,60 Prozent ab.

Die Aktien von Campbell Soup schnellten dagegen um mehr als neun Prozent nach oben. Laut einem Pressebericht erwägt der Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz eine Übernahme des Fertiggericht-Produzenten. Die Papiere von Kraft Heinz legten um leichte 0,14 Prozent zu.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA541 2018-06-25/19:39