US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen sind am Montag mit klaren Verlusten in die Handelswoche gestartet. Die Anleger dürften eine weitere Verschärf...

New York (APA) - Die US-Börsen sind am Montag mit klaren Verlusten in die Handelswoche gestartet. Die Anleger dürften eine weitere Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten auf der einen Seite, und China sowie der Europäischen Union auf der anderen befürchten.

Der Dow Jones Industrial Index gab deutliche 1,33 Prozent auf 24.252,80 Einheiten ab. Der S&P-500 Index verlor 1,37 Prozent auf 2.717,07 Zähler. Der Nasdaq Composite Index sackte um 2,09 Prozent auf 7.532,01 Punkte ab.

Die Regierung des US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge den Plan, chinesische Investitionen in den USA offenbar massiv einzuschränken. Wie US-Medien am Montag berichtet hatten, wollen die USA den Verkauf bestimmter Technologiefirmen an chinesische Investoren unterbinden. Dies sorgte vor allem bei Tech-Aktien für massive Verluste.

Unternehmensseitig schlossen Intel mit deutlichen Verlusten (minus 3,41 Prozent). Das Analysehaus Nomura hatte seine Kaufempfehlung für die Titel des Halbleiterkonzerns zurückgenommen. Nach dem Ausscheiden von Konzernchef Brian Krzanich sei Intel nun wie ein Schiff ohne Segel, hieß es.

Darüber hinaus gaben die Papiere des Elektronikriesen Apple 1,49 Prozent ab. Der US-Gigant hatte zuvor eingeräumt, dass die Tastaturen seiner neueren Macbook-Modelle anfällig für Probleme seien. Diese würden im Schadensfall kostenlos repariert.

Der schwächelnde US-Industriekonzern General Electric (GE) verkauft sein Geschäft mit industriellen Gasmotoren an den Finanzinvestor Advent. Für den Teilbereich seiner Energieerzeugungssparte erhielt GE 3,25 Mrd. US-Dollar. Die Aktien des Unternehmens gaben dennoch 2,30 Prozent ab. Zudem lösen am morgigen Dienstag die Papiere der Drogeriekette Walgreens (minus 0,55 Prozent) die Aktien des Industriekonzerns im Dow Jones ab. Die Papiere des Traditionsunternehmens General Electric wurden vor mehr als 110 Jahren in das weltweit wichtigste Börsenbarometer aufgenommen.

Die Anteilsscheine von American Express gewannen heute 1,35 Prozent. Zuvor hatte das oberste US-Bundesgericht eine für das Kreditkarten-Unternehmen günstige Entscheidung gefällt.

Harley-Davidson werde wegen der kürzlich in Kraft getretenen EU-Vergeltungszölle auf US-Waren einen Teil seiner Produktion aus den USA verlagern, gab der Motorradproduzent bekannt. Dadurch wolle der Konzern eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermeiden. Bis die Verlagerung der Produktion abgeschlossen sei, will Harley-Davidson diese Kosten selbst übernehmen. Allein für den Rest dieses Jahres bedeute dies eine Belastung von 30 bis 45 Millionen Dollar. Die Titel von Harley-Davidson sackten am Montag um 5,97 Prozent ab.

Die Aktien von Campbell Soup schnellten dagegen am Montag um 9,32 Prozent hinauf. Laut einem Pressebericht erwägt der Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz eine Übernahme des Fertiggericht-Produzenten. Die Papiere von Kraft Heinz legten um leichte 0,17 Prozent zu.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA580 2018-06-25/22:27