Ermittlungen nach Grundstücksdeal von deutscher Hotelkette in Tirol
St. Johann in Tirol (APA) - Nach einem Grundstücksdeal zwischen den Bergbahnen St. Johann und der deutschen Hotelkette Explorer ermittelt nu...
St. Johann in Tirol (APA) - Nach einem Grundstücksdeal zwischen den Bergbahnen St. Johann und der deutschen Hotelkette Explorer ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. „Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen des Verdachts der Untreue“, zitierte die „Tiroler Tageszeitung“ (Dienstagsausgabe) Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr. Grund ist, dass die Liegenschaft weit unter ihrem Wert verkauft worden sein soll.
Ein Gutachter bewertete das Grundstück mit knapp über einer Mio. Euro. Dennoch ging es 2015 um 483.230 Euro an die Hotelkette, also um weniger als die Hälfte, berichtete die TT. Damals standen die Bergbahnen noch mehrheitlich im Eigentum der Gemeinde St. Johann, des TVB Kitzbüheler Alpen der Gemeinde Oberndorf sowie Dutzender kleinerer Gesellschafter.
Das Verfahren richtet sich laut dem Sprecher der Anklagebehörde noch nicht gegen bestimmte Personen. Wegen Untreue werde deshalb ermittelt, weil Gesellschafter der Bergbahnen durch einen unterpreisigen Verkauf geschädigt worden sein könnten.
Auch bei einem zweiten Projekt der Hotelkette prüft die Staatsanwaltschaft, ob es zu einem Ermittlungsverfahren kommt. In Umhausen ging 2017 ein Areal im Wert von rund einer Million Euro um nur 73.500 Euro an Explorer. Verkäufer war in diesem Fall ein Ötztaler Bauunternehmer und Landwirt.
Die Causa Explorer beschäftigt im Auftrag der Oppositionsparteien auch den Landesrechnungshof. Dabei sollen Hotel-Förderungen aus dem Impulspaket unter die Lupe genommen werden.
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