Ifo-Institut senkt auch Wachstumsprognose für Ostdeutschland
Dresden (APA/AFP) - Das deutsche Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognose für Ostdeutschland gesenkt. Die Forscher korrigierten ihre Aussich...
Dresden (APA/AFP) - Das deutsche Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognose für Ostdeutschland gesenkt. Die Forscher korrigierten ihre Aussichten für das Wirtschaftswachstum heuer von 2,0 Prozent auf 1,6 Prozent nach unten, wie die Dresdner Niederlassung des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts am Dienstag mitteilte.
Grund für das Abflauen seien Streiks, die Grippewelle der zurückliegenden Monate sowie die anhaltenden weltwirtschaftlichen Risiken, erklärten die Forscher.
In einem unsicheren Klima „schieben die Unternehmen geplante Investitionen auf, das bremst das Wachstum“, erklärte der Konjunkturchef von Ifo Dresden, Joachim Ragnitz. Insgesamt bleibe die ostdeutsche Wirtschaft aber auf einem Wachstumskurs. Bei den Beschäftigten erwartet das Institut in diesem Jahr ein Plus von 96.000 Erwerbstätigen. Für 2019 prognostiziert es ebenfalls einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,6 Prozent und ein Beschäftigungsplus von 84.000 Menschen.
Erst vor einer Woche hatte das Münchner Ifo-Institut ebenso wie das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung seine Prognose für ganz Deutschland gesenkt. Beide Forschungseinrichtungen nannten als Gründe den schwachen Start ins Jahr und vor allem das „rauer gewordene außenwirtschaftliche Klima“.
Kommentare