IOM: Viele Migranten stranden zwischen Algerien und dem Niger

Genf (APA/dpa) - In der Wüste zwischen Algerien und dem Niger geraten immer häufiger Migranten in Lebensgefahr. Die Flüchtlinge dort sind na...

Genf (APA/dpa) - In der Wüste zwischen Algerien und dem Niger geraten immer häufiger Migranten in Lebensgefahr. Die Flüchtlinge dort sind nach Angaben der Organisation für Migration (IOM) auf sich selbst gestellt. „Migranten, darunter viele schwangere Frauen, dürfen nicht ohne Essen und Trinken zurückgelassen oder gezwungen werden, in sengenden Temperaturen durch die Wüste zu wandern“, sagte IOM-Generaldirektor William Lacy Swing am Dienstag.

Die US-Nachrichtenagentur AP hatte zuletzt mit einer Reportage über das Schicksal von tausenden Menschen in diesem Gebiet öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Algerien verweigert den Flüchtlingen nach Angaben von Überlebenden oft die Aufnahme ins Land. Viele Menschen, die Algerien auf der Flucht aus ihrer Heimat erreichten, berichteten den Reportern, sie seien aufgegriffen und auf Lastwagen gezwungen worden. Einige werden diesen Angaben zufolge in den Süden des Landes gefahren und in der Wüste gezwungen, in Richtung Niger zu laufen.

Nach IOM-Angaben kommen immer wieder ausgemergelte Menschen nach einem kilometerlangen Marsch durch die Wüste im Niger in Grenznähe in dem Dorf Assamaka an. Im April seien es fast 3000 gewesen, seit Anfang des Jahres insgesamt mehr als 11.000. Rettungsteams suchten in dem Wüstenstreifen nach Migranten, um sie in Sicherheit zu bringen. Die IOM bringt rückkehrwillige Migranten zurück in ihre Heimatländer.