Gewerbe und Handwerk erwarten Jobzuwachs im dritten Quartal

Wien (APA) - Belebt durch die gute Konjunkturentwicklung erwarten Gewerbe und Handwerk einen Jobzuwachs. „Für das dritte Quartal planen 18 P...

Wien (APA) - Belebt durch die gute Konjunkturentwicklung erwarten Gewerbe und Handwerk einen Jobzuwachs. „Für das dritte Quartal planen 18 Prozent der Unternehmen Personal einzustellen, das wären rund 25.000 zusätzliche Jobs“, erklärte Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, am Dienstag in einer Aussendung.

In der aktuellen Konjunkturauswertung sehe man, dass der Fachkräftemangel die konjunkturelle Dynamik dämpft, so die Spartenobfrau. Laut Auswertung der KMU Forschung Austria sei der Fachkräftemangel nur zum Teil saisonabhängig. Der Mangel an Fachkräften entscheide damit über die betriebliche Dynamik, insbesondere ob Betriebe Zusatzaufträge annehmen können oder nicht.

Im ersten Quartal 2018 konnte mit einem Plus von 1,1 Prozent bei Auftragseingängen bzw. Umsätzen die gesamtwirtschaftliche Dynamik nicht ganz erreicht werden. Die Stimmung habe sich im zweiten Quartal verbessert.

Insbesondere in investitionsgüternahen Branchen könnten die Betriebe bei einem höheren Angebot an Fachkräften deutlich mehr Aufträge annehmen. Da helfe auch die geplante Flexibilisierung der Arbeitszeit. Die immer späteren Auftragseingänge erforderten ein immer höheres Niveau an Flexibilität in der Bearbeitung. Von der Flexibilisierung der Arbeitszeit würden Betriebe und Mitarbeiter profitieren, betont Scheichelbauer-Schuster: Durch drei Stunden Mehrarbeit könne der Mitarbeiter mit mindestens 4,5 Stunden Freizeit rechnen. Die 11. und 12. Stunde seien grundsätzlich Überstunden mit Zuschlag.

Eine stabil-positive Entwicklung bei Auftragseingängen und Umsätzen zeichnete sich im ersten Quartal insbesondere im Bau- und Ausbaugewerbe ab, ebenfalls bei den Metalltechnikern und Mechatronikern, deutlich schwächer seien die Ergebnisse im Bereich Mode und Gesundheitsberufe. Überdurchschnittlich positiv entwickelte sich die Geschäftslage im zweiten Quartal wieder im Bereich Bau und Ausbau sowie Metall und Mechatronik, eine negative Dynamik konstatierten die Sektoren Kunsthandwerk sowie Gärtner und Floristen, erklärt Christina Enichlmair von der KMU Forschung Austria.

In der Erwartung für das dritte Quartal entwickle sich der Bau voraussichtlich leicht positiv, Metall und Mechatroniker stark positiv, während Gesundheitsberufe und Gärtner und Floristen mit weiteren Einbrüchen rechnen. Die Ergebnisse nach Betriebsgrößen zeigen einen klaren Entwicklungsvorsprung für größere Unternehmen ab 20 Arbeitnehmer, bei den Erwartungen legen auch Betriebe ab 10 Arbeitnehmern deutlich zu.