US-Strafzölle - Malmström: Derzeit gibt es keine Verhandlungen

Brüssel (APA) - Derzeit gibt es zwischen den USA und der Europäischen Union keine Verhandlungen zum Thema Strafzölle. EU-Handelskommissarin ...

Brüssel (APA) - Derzeit gibt es zwischen den USA und der Europäischen Union keine Verhandlungen zum Thema Strafzölle. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström erklärte am Dienstag, „nein, seit die Amerikaner die Strafzölle verhängten, gibt es keinen Dialog, aber nur in diesem Bereich“. Beispielsweise verhandle gerade der Vizepräsident der EU-Kommission Maros Sefcovics in den USA über Energiethemen.

Nicht spekulieren wollte Malmström darüber, ob andere amerikanische Unternehmen dem Beispiel von Harley Davidson folgen werden, ihre Produktion außerhalb der USA zu verlagern, damit die Maschinen den Europäern wegen der Strafzölle nicht zu teuer kommen.

Auf der anderen Seite werde es durch Gegenmaßnahmen der USA auch zu Konsequenzen für amerikanische Bürger kommen, wenn Dinge teurer werden. „Wir wollen sie nicht bestrafen. Aber das ist die unglückliche Konsequenz auf den Druck der US-Administration.“

Malmström erklärte bei der Präsentation des Jahresberichts über Handels- und Investitionshindernisse 2017, dass die EU generell offen für Unternehmen und Produkte sein wolle. „Wir bauen Hindernisse ab, andere bauen sie auf“, ätzte sie gegen die Amerikaner. Jedenfalls habe die EU im vergangenen Jahr 45 Hindernisse abbauen können. Beispielsweise seien Verwaltungshürden für Dienstleistungen in Argentinien beseitigt worden, Einschränkungen auf Kupfer und Aluminium sowie Papier in der Türkei weggeräumt oder bei Exporten von EU-Ländern nach Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Barrieren eliminiert worden.