Bauern lehnen Vorkaufsrecht ab, NEOS-Applaus für Abgabe
Auf vehemente Ablehnung auf Seiten der Bauern stößt der Vorschlag der oppositionellen Liste Fritz nach einem verpflichtenden Vorkaufsrecht f...
Auf vehemente Ablehnung auf Seiten der Bauern stößt der Vorschlag der oppositionellen Liste Fritz nach einem verpflichtenden Vorkaufsrecht für Gemeinden. Nämlich dann, wenn Freiland bzw. landwirtschaftliche Flächen in Tirol zum Verkauf anstünden. Nur so hätten Gemeinden eine reelle Chance zu günstigem Grund und in Folge zu leistbarem Wohnraum für ihre Bürger zu kommen, begründete LA Markus Sint, die TT berichtete.
Als „völlig realitätsfremd" titulierte gestern Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger diese Forderung. Die Bauern seien über die Maßen mit Grund und Boden verhaftet und trennen sich nur sehr ungern von Flächen, zumal deren Bewirtschaftung auch zum Überleben des Bauernstandes unentbehrlich sei.
Für VP-Raumordnungssprecher Alois Margreiter würde ein derartiges Vorkaufsrecht nicht nur einen enormen Bürokratieaufwand nach sich ziehen, sondern auch einen verfassungswidrigen Eingriff in das Eigentumsrecht darstellen, welchen der Bauernbund nicht akzeptieren werde: „Die Bauern sind nicht die Preistreiber — auch die Gemeinden sind in der Pflicht."
NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer fühlt sich ob des Liste-Fritz-Vorschlags gar im „realen Sozialismus", begrüßt aber indes die von der Landesregierung nun angegangene Abgabe für Freizeitwohnsitze: „Das ist großartig, weil damit unsere Hauptforderung aus dem Landtagswahlkampf umgesetzt wird." Es mache Sinn, dass die Gemeinden davon profitieren sollen. (mami)
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