Neue Bildungsdirektoren für Tirol und Salzburg angelobt
Salzburg (APA) - Mit der Angelobung von Paul Gappmaier als Tiroler Bildungsdirektor und seinem Salzburger Pendant, Rudolf Mair, durch Bildun...
Salzburg (APA) - Mit der Angelobung von Paul Gappmaier als Tiroler Bildungsdirektor und seinem Salzburger Pendant, Rudolf Mair, durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in Wien hat die Riege der obersten Bildungsbeamten der Länder am Dienstag Zuwachs bekommen. Mair war als Landesschulinspektor zuvor für den Bereich Sonderpädagogik zuständig. Gappmaier stand bisher der Abteilung Bildung des Landes Tirol vor.
Letztere Funktion übte Gappmaier in den vergangenen 15 Jahren aus. „Mit ihm gewinnen wir einen profunden Kenner des Bildungswesens für die Neuorganisation der Schulverwaltung in Tirol“, so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Auch Faßmann konstatierte, dass Tirol und Salzburg mit „erfahrenen Führungspersönlichkeiten“ in die „große Herausforderung der Gestaltung einer neuen Bildungsdirektion“ gehen.
Neben Gappmaier hatten sich vier weitere Interessenten um den Posten beworben. In den Bereich des neuen Tiroler Bildungsdirektors, der „einen reichen Erfahrungsschatz im Bereich des bildungspolitischen Gestaltungsprozesses auf Landes- und auch Bundesebene“ mit sich bringe und auch Teil der Expertengruppe zur Bildungsreform war, fallen 550 Schulen, 8.000 Lehrer und ein Budgetvolumen von rund 600 Millionen Euro pro Jahr, heißt es in einer Ausendung.
Auch aus dem Bewerbungsprozess in Salzburg ging mit Rudolf Mair ein erfahrener Bildungsbeamter als Sieger hervor. Dem neuen Leiter obliege nun die Zusammenführung von Landes- und Bundesverwaltung. Mit dem Diplompädagogen habe man „nicht nur einen ausgewiesenen Bildungsexperten, sondern auch einen ausgezeichneten Kenner beider Organisationen als Bildungsdirektor bekommen“, so Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).
Mair habe neben einigen Jahren Unterrichtserfahrung auch neun Jahre als Personalvertreter fungiert, bevor er Gewerkschaftsvorsitzender der Pflichtschulen wurde. Seit 2008 war der nunmehrige neue Bildungsdirektor, in dessen Aufgabengebiet nun die 361 Schulen mit rund 73.000 Schülern und 9.000 Lehrern fallen, als Landesschulinspektor tätig.
Die Umwandlung der bisherigen Landesschulräte bzw. Schulabteilungen der Landesregierungen in Bildungsdirektionen ist Teil der im Zuge der Bildungsreform vorgesehenen Änderungen in der Schulverwaltung. Diese sollen als „gemeinsame Bund-Land-Behörden“ neben der Personalverwaltung vor allem die gesamte, bisher nach Schulformen getrennte Schulaufsicht abwickeln. Optional können die Länder ihnen auch die Verwaltung und die Aufsicht der Kindergärten übertragen. Vergeben sein müssen die Posten bis Samstag (30. Juni). In Kraft tritt die neue Behördenstruktur aber erst mit Beginn des kommenden Jahres.
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