Zentralmatura: Für Bundesschulsprecher Ergebnisse „mau“

Wien (APA) - Als „mau“ bewertet Bundesschulsprecher Harald Zierfuß die Ergebnisse der heurigen Mathematik-Zentralmatura. „Die Kompensationsp...

Wien (APA) - Als „mau“ bewertet Bundesschulsprecher Harald Zierfuß die Ergebnisse der heurigen Mathematik-Zentralmatura. „Die Kompensationsprüfungen haben viele Schüler vor dem Durchfallen bewahrt, dafür gibt es jetzt immens viele Vierer“, so Zierfuß in einer Aussendung. Über die von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) angekündigte Evaluierung zeigte er sich erfreut.

„Es braucht in Zukunft mehr Konstanz beim Schwierigkeitsgrad der Matura, um auch wirklich dem Namen ‚Zentralmatura‘ gerecht zu werden“, meinte Zierfuß. „Klar zu erkennen sind große Abweichungen zwischen den einzelnen Schulen und gar Klassen. Das zeigt nur einmal mehr auf, dass die Vorbereitung österreichweit nach wie vor sehr verschieden ist.“

„Absolut zu begrüßen“ sind Faßmanns Evaluierungsmaßnahmen für FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer. Aus freiheitlicher Sicht sei dabei „wesentlich, auf unser differenziertes Schulsystem Rücksicht zu nehmen sowie die Beurteilungskriterien zu überdenken.“

Die NEOS sind im Gegensatz dazu für eine radikale Reform der Zentralmatura. Künftig soll in Deutsch, Mathematik und Englisch nur ein für alle Schultypen „gemeinsamer Kern“ geprüft und dafür schulextern (also nicht von den eigenen Lehrern) korrigiert werden. Dafür dürften die Schulen schultypen- und schulprofilspezifische Inhalte mit eigenen Aufgaben selbst prüfen. „Es reicht nicht, an kleinen Stellschrauben zu drehen“, meinte NEOS-Klubobmann Matthias Strolz in Richtung Faßmanns.