Land Tirol plant Abgabe für Freizeitwohnsitze
Innsbruck (APA) - Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung plant die Einführung einer Besteuerung von Freizeitwohnsitzen. Diese soll voraus...
Innsbruck (APA) - Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung plant die Einführung einer Besteuerung von Freizeitwohnsitzen. Diese soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 in die Tat umgesetzt werden, sagte Raumordnungslandesrat Johannes Tratter (ÖVP) am Dienstag bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung. Die Einnahmen daraus sollen ausschließlich den Gemeinden zufließen.
Die Höhe der Abgabe soll nach der Wohnfläche des Freizeitwohnsitzes berechnet werden. Wie hoch diese Besteuerung sein wird, konnte Tratter jedoch noch nicht benennen. „Es ist noch zu früh darüber zu reden, aber es wird Geld fließen“, versprach der Landesrat.
Neben der Freizeitwohnsitzabgabe beinhaltet der am Dienstag von der Landesregierung gefasste Grundsatzbeschluss für die Weiterentwicklung der Raumordnung unter anderem auch Maßnahmen zur Mobilisierung von Baugrund, wie eine verpflichtende Vorschreibung der Erschließungsbeiträge und die Einführung von befristeten Baulandneuwidmungen. „Grund und Boden sind unsere Ressourcen der Zukunft. Sie müssen sparsam genutzt und bestmöglich geschützt werden“, meinte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) dazu.
Auch bei den sogenannten Chaletdörfern soll nachgeschärft werden. Unter Berücksichtigung des Unions- und Verfassungsrechts sollen in diesem Zusammenhang unter anderem die Investorenmodelle bei Beherbergungsbetrieben sowie die Einführung einer Sonderflächenpflicht für Chaletdörfer geprüft werden.
Kommentare