Konflikt im Zentrum Kongos - UNO-Bericht spricht von Kriegsverbrechen
Kinshasa/Genf (APA/dpa) - Im Konflikt in Kongos zentraler Kasai-Region haben einer internationalen Untersuchung zufolge sowohl Streitkräfte ...
Kinshasa/Genf (APA/dpa) - Im Konflikt in Kongos zentraler Kasai-Region haben einer internationalen Untersuchung zufolge sowohl Streitkräfte als auch Milizen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Tausende Menschen seien im Laufe des 2016 ausgebrochenen Konfliktes getötet worden, hieß es in einem Bericht des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, der am Dienstag in Genf veröffentlicht wurde.
Die Streitkräfte sowie die Milizen wie die Kamuina Nsapu sind laut dem Bericht für Todesfälle, Verstümmelungen, Vergewaltigungen und das Zerstören ganzer Dörfer verantwortlich.
Der Konflikt im lange Zeit stabilen Zentrum des Kongos brach vor rund zwei Jahren aus, nachdem der Anführer der Kamuina Nsapu von Sicherheitskräften getötet worden war. Der kongolesischen Armee wurde vorgeworfen, das darauffolgende Aufbegehren der Miliz brutal niedergeschlagen zu haben. Doch auch den Kämpfern der Kamuina Nsapu werden schwere Verbrechen zur Last gelegt. Rund 1,4 Millionen Menschen waren wegen des Konfliktes zeitweise auf der Flucht.
Im Osten des zentralafrikanischen Riesenreichs sind ebenfalls mehrere Milizen aktiv. Ihnen geht es jedoch zumeist um die Kontrolle über die reichen Bodenschätze der Region. Die UNO bemüht sich, das Land mit Hilfe einer rund 17.000 Mann starken Friedenstruppe zu stabilisieren.
~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA478 2018-06-26/16:42
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