Angreifer töteten im Südsudan einen UNO-Soldaten
Juba/Khartum (APA/dpa) - Im Bürgerkriegsland Südsudan ist bei einem Angriff auf einen Konvoi der UNO-Friedenstruppen ein Blauhelm getötet wo...
Juba/Khartum (APA/dpa) - Im Bürgerkriegsland Südsudan ist bei einem Angriff auf einen Konvoi der UNO-Friedenstruppen ein Blauhelm getötet worden. Die UNO-Soldaten hätten am Dienstag humanitäre Helfer in der Nähe von Yei im Süden des Landes begleitet, teilte die Friedensmission der Vereinten Nationen mit. Der Konvoi sei von Unbekannten beschossen worden, dabei sei der UNO-Soldat aus Bangladesch getötet worden.
Der Leiter der UNO-Mission im Südsudan, David Shearer, verurteilte den Angriff als „sinnlos“. Bei Friedensgesprächen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum einigten sich unterdessen die Widersacher in dem Konflikt, Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar, auf „einige Punkte“, wie der sudanesische Außenminister Al-Dirdiri Mohamed Ahmed am Dienstag sagte. Details würden am Mittwoch bekanntgegeben.
Kiir und Machar hatten sich vergangene Woche zum ersten Mal seit zwei Jahren persönlich getroffen. Nach den Gesprächen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hatte der südsudanesische Informationsminister erklärt, Kiir sei nicht bereit, mit Machar in einer Übergangsregierung zu kooperieren.
Im ölreichen Südsudan brach Ende 2013 ein Konflikt zwischen den Anhängern von Kiir vom Volk der Dinka und den Unterstützern seines ehemaligen Stellvertreters Machar vom Volk der Nuer aus. Rund vier Millionen Menschen - etwa ein Drittel der Bevölkerung - sind bisher geflohen, Zehntausende Menschen wurden getötet. Bereits 2015 kam es zu einem Friedensabkommen, das allerdings scheiterte.
~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA538 2018-06-26/18:00
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