Basketball: ÖBV-Herren nur noch mit Mini-Chance in WM-Qualifikation

St. Pölten/Braunschweig/Tiflis (APA) - Österreichs Basketball-Herren wollen in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2019 ihre verbliebene...

St. Pölten/Braunschweig/Tiflis (APA) - Österreichs Basketball-Herren wollen in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2019 ihre verbliebene Mini-Chance nützen. Die Aufgabe ist mit Auswärtsspielen in Deutschland (Freitag, 19.30 Uhr) und Georgien (Montag, 17.00 Uhr MESZ, jeweils live ORF Sport +) freilich alles andere als leicht. Das Team bereitet sich seit Montagnachmittag unter der Leitung von Mike Coffin in St. Pölten vor.

Mit dem Kapfenberger Meistertrainer hat die ÖBV-Auswahl nach der Ende April erfolgten Trennung von Matthias Zollner einen neuen Headcoach, zudem ist Österreichs erster NBA-Spieler Jakob Pöltl zurück in der Mannschaft. Die Sommerpause in der nordamerikanischen Profiliga macht den Einsatz des 2,13 Meter großen Centers möglich. Pöltl hat immer betont, dass er gern zum Nationalteam kommt, wenn es seine Zeit erlaubt. „Es macht Spaß und ist eine Challenge, bei der ich mich verbessern kann. Ich muss eine andere (weil tragende, Anm.) Rolle einnehmen.“

Auch mit dem NBA-Center gehen die Österreicher als krasse Außenseiter in die letzten zwei Partien der Gruppe G. Sie sind als einziges Team noch ohne Sieg. Zudem hat es gegen die Deutschen, die u.a. Dennis Schröder (Atlanta Hawks) und Maximilian Kleber (Dallas Mavericks) sowie mit Danilo Barthel von FC Bayern Basketball den „MVP“ der jüngsten Finalserie um die Meisterschaft im Nachbarland aufbieten, Ende November 2017 im Heimspiel in Schwechat mit 49:90 ein ganz schlimmes Debakel gesetzt. Es war die höchste Niederlage aller Zeiten gegen ein DBB-Team. Im Head-to-Head steht es inzwischen 20:10 für Deutschland. Die jüngsten zehn Duelle gingen allesamt an den Freitag-Gegner, der die Gruppe G ungeschlagen anführt.

Österreichs Topscorer Rasid Mahalbasic wird in Braunschweig ebenso wie am Montag in Tiflis fehlen. Der Jungpapa gönnt sich in diesem Sommer eine „Babypause“. Kapitän Thomas Schreiner weiß um die Außenseiterrolle, kündigte aber an, dass die rot-weiß-rote Auswahl alles versuchen werde, „um das Unmögliche noch möglich zu machen“ - also die zweite und letzte Qualifikationsrunde zur WM zu erreichen.

Das ÖBV-Team reist Donnerstagvormittag via Hannover nach Braunschweig. Am Samstag geht es dann von Berlin über Kiew nach Tiflis zum letzten Gruppenspiel.

In Georgien könnte somit die erstmalige österreichische Teilnahme an einer WM-Qualifikation zu Ende gehen. Weil man außerdem bei einer Europameisterschaft zuletzt 1977 dabei war, will sich der ÖBV als einer der Ausrichter um das kontinentale Turnier 2021 bewerben. Eine Vorrunde soll dann in der Wiener Stadthalle stattfinden. „Wir ordnen dem Ziel, die EM erstmals nach Österreich zu bringen, alles unter“, lautet die Diktion im Verband.