73. Bregenzer Festspiele mit „Carmen“ und „Beatrice Cenci“
Bregenz (APA) - Die 73. Bregenzer Festspiele entführen ihr Publikum auf der Seebühne heuer zum zweiten Mal in die Welt von Bizets „Carmen“. ...
Bregenz (APA) - Die 73. Bregenzer Festspiele entführen ihr Publikum auf der Seebühne heuer zum zweiten Mal in die Welt von Bizets „Carmen“. Eröffnet wird das Festival am 18. Juli aber zunächst mit der Hausoper „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt. 80 Prozent der 210.000 „Carmen“-Tickets sind bereits verkauft, insgesamt sind für die 80 Veranstaltungen bis 20. August 224.000 Karten aufgelegt.
Zugpferd und Publikumsmagnet bleibt weiter die Seebühnenoper mit ihrem von Es Devlin aufwendig mit Händen und Spielkarten gestalteten Bühnenbild. „Carmen“ habe 2017 überzeugend auf der Seebühne funktioniert, so Festspielintendantin Elisabeth Sobotka kürzlich bei einer Pressekonferenz in Wien. Für die Reprise, die am 19. Juli Premiere feiert, gebe es kaum Änderungen, lediglich einige Besetzungswechsel. Die Inszenierung stammt von Kaspar Holten, die musikalische Leitung der Wiener Symphoniker obliegt Antonino Fogliani und Jordan de Souza.
Im Zentrum von „Beatrice Cenci“ stehen zwei Frauen, die in den Machtkämpfen zwischen dem Patriarchen der Familie und der Kirche untergehen. Johannes Erath inszeniert die Oper nach Percy Bysshe Shelleys „The Cenci“ von 1819. Am Dirigentenpult bei der Österreichischen Erstaufführung steht Johannes Debus.
Mit Spannung erwartet wird die erste Opernregiearbeit von Karl Markovics, der das Festspiele-Auftragswerk „Das Jagdgewehr“ des Tiroler Komponisten Thomas Larcher am 15. August erstmals auf die Bühne bringen wird. Das Libretto für die nach dem gleichnamigen Buch von Yasushi Inoue (1949) entstandene Oper stammt von Friederike Gösweiner.
Larcher steuert außerdem zu den Orchesterkonzerten eine Symphonie für Bariton und Orchester bei (6. August). Die Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker und des Symphonieorchesters Vorarlberg warten unter anderen mit Beethoven, Britten, Dvorak, Martinu, Ravel und Strauss auf.
Mit dem Theaterstück „Böhm“ von Paulus Hochgatterer gibt das Grazer Schauspielhaus am 25. und 26. Juli ein Gastspiel in Bregenz, in dem sich Regisseur Nikolaus Habjan mit dem den Festspielen eng verbundenen Dirigenten und NS-Sympathisanten Karl Böhm befasst. Solisten des Opernstudios präsentieren in einer Inszenierung von Brigitte Fassbaender Rossinis „Der Barbier von Sevilla“. Die einzige Oper des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla, „Maria de Buenos Aires“ ist eine Hommage an den Tango und feiert am 21. Juli Premiere.
(S E R V I C E - 73. Bregenzer Festspiele von 18. Juli bis 20. August, mit u.a. „Carmen“, „Beatrice Cenci“. Infos und Tickets unter www.bregenzerfestspiele.com)
(A V I S O - Die APA wird in einer Vorschau-Serie auf die Bregenzer Festspiele heute und in den kommenden Tagen Interviews mit Intendantin Sobotka sowie mit den Regisseuren Erath und Markovics anbieten.)
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