Rum erwirbt Grundflächen für Wohnbau
Um 3,3 Mio. Euro sollen ca. 9200 Quadratmeter in Neu-Rum angekauft werden. Dort wären dann bis zu 150 geförderte Mietwohnungen möglich.
Rum –In seiner jüngsten Sitzung hat der Rumer Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss für weitreichende Grundstücksankäufe gefasst: Konkret geht es um Gesamtflächen von 9200 m2 im Bereich Steinbockallee. Ziel sei es, dort „leistbaren Wohnraum zu ermöglichen“, so BM Edgar Kopp (SP), konkret objektgeförderte Mietwohnanlagen. „Es handelt sich hier um die letzten Flächen in Neu-Rum, die für eine mögliche Wohngebietserweiterung zur Verfügung stehen“, sagt Amtsleiter Klaus Kandler, der die Verhandlungen mit den Grundbesitzern führte. Geplant wäre, dass die Marktgemeinde dort einem oder mehreren gemeinnützigen Wohnbauträgern ein Baurecht einräumt.
Wenn es gelingt, das Gesamtareal zu erwerben – also alle Eigentümer den Kaufverträgen zustimmen –, wären dort geschätzt 140 bis 150 Wohnungen möglich, erklärt Kandler. Die Neue Heimat Tirol (NHT) errichtet südlich der Steinbockallee derzeit bereits 64 neue Wohnungen.
Für die Grundstücksankäufe in Höhe von immerhin 3,321 Mio. Euro wird die Gemeinde ein Darlehen aufnehmen. Die Details seien hier noch auszuarbeiten, so Kandler, der aber betont: „Wenn wir den Baurechtszins gegenrechnen, bleibt für die Marktgemeinde eine durchaus überschaubare Belastung übrig.“
Hochwasserschutz sei am Areal kein unmittelbares Thema, ergänzt Kandler, schon im Örtlichen Raumordnungskonzept 1999 sei diese Fläche für eine mögliche Wohngebietserweiterung vorgesehen worden. Und vom Land gebe es bereits positive Rückmeldungen, dass entsprechende Umwidmungen möglich sein werden.
Die Grünen stimmten im Gemeinderat gegen den Ankauf. Grundsätzlich sei das Vorhaben „keine schlechte Sache“, so GR Bernhard Kirchebner, doch der Punkt sei kurzfristig auf die Tagesordnung gekommen – ohne vorherige Information an jene Listen, die nicht im Gemeindevorstand vertreten sind. Man fühle sich „überrumpelt“. 3 Mio. Euro „in fünf Minuten durchzuwinken“, sei „verantwortungslos“, meint Kirchebner.
„Im Infrastrukturausschuss wurde besprochen, dass ich das Pouvoir habe, die Gespräche zu führen“, entgegnet Kandler. Dass der Punkt so schnell auf die Tagesordnung kam, liege an einer Eigentümerin, die rasch eine verbindliche Erklärung der Gemeinde wolle. „Das kann nicht bis September warten.“ (md)
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