Fußball-WM: Organisatoren zogen zufriedene Zwischenbilanz
Moskau (APA/dpa) - Die russischen WM-Organisatoren ziehen zum Ende der Gruppenphase der Fußball-Weltmeisterschaft eine positive Bilanz. „Die...
Moskau (APA/dpa) - Die russischen WM-Organisatoren ziehen zum Ende der Gruppenphase der Fußball-Weltmeisterschaft eine positive Bilanz. „Die überaus guten Rückmeldungen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte ein Sprecher des russischen Organisationskomitees der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Moskau.
Russlands Präsident Wladimir Putin will die beste WM-Endrunde der Geschichte organisieren. Dafür hat er Berichten zufolge rund zwölf Milliarden Euro in die Hand genommen. Nach Angaben des Weltverbandes FIFA wurden mehr als 2,6 Millionen Tickets verkauft. Die Organisatoren haben sich auf gut eine Million ausländische Gäste eingestellt. In den ersten zwei Wochen haben die Fans die WM zur Party gemacht. Die sonst strengen Behörden hatten die feierwütigen Gäste überraschend wohlwollend aufgenommen.
Der Vizeministerpräsident und frühere WM-Chef Witali Mutko zog ebenfalls zufrieden eine erste Zwischenbilanz. „Allen gefällt, wie das Turnier organisiert ist, es gibt keine Probleme“, behauptete Mutko. Im Vorfeld der WM gehörte die Sicherheit zu den Topthemen. Die Angst vor Gewaltexzessen russischer Hooligans war groß. Bisher sind diesbezüglich allerdings keine Vorfälle bekannt geworden. Russland hat zehntausende Einsatzkräfte mobilisiert. Häufig halten sich Großaufgebote im Hintergrund, Polizisten sichern vorgegebene Fußwege.
Auch organisatorische Herausforderungen wurden nicht zuletzt dank der Mithilfe der Besucher gemeistert, auch wenn es hier und da noch Nachbesserungen benötige. Teils könne die Feinabstimmung verbessert werden, lautete das Fazit des Organisationskomitees. Eine Aufgabe sei, große Fangruppen zu den kleineren Spielorten zu bringen. „Ein großes Kompliment an die Fans, die eine enorm positive Haltung zeigen“, sagte der Sprecher.
Durchaus kritisch war im Vorfeld die sogenannte Fan-ID aufgenommen worden. Russland hatte die WM-Besucher verpflichtet, sich beim Zugang zu den Stadien mit diesem zusätzlichen Dokument auszuweisen. Auf der Fan-ID sind persönliche Daten und ein Foto hinterlegt. Russland argumentiert, damit die Sicherheit zu erhöhen. Datenschützer hatten die massenhafte Erhebung persönlicher Daten abgelehnt.
Bei den deutschen Fans kommt die Neuerung jedoch gut an. „Die Fan-ID empfinden wir als absoluten Zugewinn“, sagte ein Fanclub-Vertreter des deutschen Teams. „Sie hat den Schwarzmarkt eingedämmt, und es war eine super Idee, sie als Fahrkarte zu den Spielen einzusetzen.“ An den Spieltagen können die Fans ihre ID als Ticket für den Nahverkehr nutzen. Außerdem ersetzt sie für Ausländer das sonst obligatorische Visum für Russland.
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