Bosnien: Keine EU-Finanzhilfe für grenznahes Flüchtlingscamp
Sarajevo (APA) - Für den geplanten Umbau einer Betriebsanlage in Velika Kladusa in ein Flüchtlingsaufnahmezentrum werden bosnische Behörden ...
Sarajevo (APA) - Für den geplanten Umbau einer Betriebsanlage in Velika Kladusa in ein Flüchtlingsaufnahmezentrum werden bosnische Behörden mit keiner EU-Finanzhilfe rechnen können. Sicherheitsminister Dragan Mektic sagte, dass er von der EU-Kommission am Dienstag darüber informiert worden sei.
Die EU-Kommission sei der Ansicht, dass sich das künftige Flüchtlingszentrum zu nahe an der Grenze zu Kroatien befinde. Flüchtlinge würden dadurch angespornt, ihren illegalen Weg in die Europäische Union fortzusetzen, erläuterte der Minister bei einer Pressekonferenz in Sarajevo am Mittwoch.
Seit dem Jahresbeginn wurden in Bosnien 7.128 illegal eingereiste Personen registriert, 662 haben um Asyl angesucht. Alleine in den letzten sieben Tagen hat die Grenzpolizei fast 500 Personen daran gehindert, die Grenze nach Bosnien illegal zu passieren, sagte Mektic.
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