US-Börsen

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch trotz anfänglicher Kursgewinne klar im Minus geschlossen. Entspannungssignale im Handelskon...

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch trotz anfänglicher Kursgewinne klar im Minus geschlossen. Entspannungssignale im Handelskonflikt zwischen den USA und China hatten die Anleger in New York anfänglich noch in Kauflaune versetzt. Speziell Tech-Aktien gerieten jedoch im weiteren Verlauf unter Druck.

Der Dow Jones verlor 0,68 Prozent auf 24.117,59 Einheiten, nachdem er im Eröffnungshandel zunächst noch über ein Prozent zugelegt hatte.

Der marktbreite S&P-500 fiel um 0,86 Prozent auf 2.699,63 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Composite gab noch deutlicher um 1,54 Prozent auf 7.445,09 Zähler nach.

US-Präsident Donald Trump hatte zunächst angekündigt, vorerst auf ein hartes Durchgreifen gegen chinesische Investitionen in US-Technologie zu verzichten. Das Weiße Haus setzt demnach zunächst auf eine Modernisierung bereits bestehender Regeln und sieht von zusätzlichen Maßnahmen ab.

Später am Abend meldete sich jedoch der Fernsehmoderator Lawrence Kudlow zu Wort. Kudlow, den US-Präsident Donald Trump im März zum Direktor des National Economic Council ernannt hatte, sagte dem Sender „Fox Business“, Trump habe keine Pläne, eine mildere Haltung in den Handelsbeziehungen mit China einzunehmen.

Im Dow Jones gab es nur vier Gewinner, an der Indexspitze standen die beiden Ölaktien Chevron (plus 1,48 Prozent) und ExxonMobil (plus 1,33 Prozent). Die Titel profitierten von einem deutlich steigenden US-Ölpreis, der am später Abend über zweieinhalb Prozent im Plus lag. Ausgelöst hatten die Kursrally die am späten Nachmittag veröffentlichten Daten zu den US-Öllagerbeständen. Diese zeigten für die vergangene Woche eine deutlich stärkeren Rückgang als erwartet.

Die Anteilsscheine von Intel hingegen gehörten nach einer negativen Analystenstimme von Goldman Sachs zu den schwächsten Werten im Dow und gaben 1,83 Prozent auf 48,76 Dollar nach. Die Analysten hatten ihr Kursziel nach Treffen mit zahlreichen asiatischen Tech-Zulieferkonzernen von 55 auf 53 US-Dollar gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen.

Zusätzlich belastete auch ein schwacher Branchentrend. Aktien aus der Technologiebranche gaben überdurchschnittlich nach. Bei den Chipherstellern verloren neben Intel etwa auch Micron deutlich und gaben um 4,27 Prozent nach, während D ebenfalls deutliche 3,42 Prozent einbüßten. Schwach zeigten sich daneben auch die Papiere des Datenbankanbieters Oracle (minus 2,16 Prozent) oder die Anteilsscheine des Grafikkartenherstellers Nvidia (minus 2,59 Prozent).

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA612 2018-06-27/22:27