„PhilsPlace“-Opening am Wienerberg mit 135 Serviced Apartments
Wien (APA) - Am Wienerberg in Wien steht das frühere „Philips Haus“ vor seiner Wiedereröffnung als „PhilsPlace“, neu gestaltet mit 135 möbli...
Wien (APA) - Am Wienerberg in Wien steht das frühere „Philips Haus“ vor seiner Wiedereröffnung als „PhilsPlace“, neu gestaltet mit 135 möblierten Serviced Apartments. In zweijähriger Bauzeit sind die zur Kurzzeitvermietung gedachten Vorsorgewohnungen und eine Gewerbezone mit Vapiano, Merkur, Hofer und McFit entstanden. Bis Herbst sollen alle Wohnungen verkauft sein, den Investoren winken 7 Prozent Rendite.
Als Mieter hat die Betriebsgesellschaft vor allem Kurzzeitbesucher im Blick, die für mehrere Wochen oder auch nur Tage einziehen wollen - monatelange Vermietungen würden eher die Ausnahme sein, hieß es zum Startschuss des Soft-Opening. Gedacht ist in erster Linie an Geschäftsreisende oder Touristen.
Für die Vermietung kooperiert man auch mit den klassischen Buchungsplattformen. Entwickelt haben das Projekt der Immo-Developer 6B47 und die Hotelgruppe Sans Souci, die auch gemeinsam die Betriebsgesellschaft tragen. Diese werde entsprechende Erträge abliefern, sagte 6B47-CEO Peter Ulm: „Wir sind ein gewinnorientierter Projektentwickler.“
Den Wohnungseigentümern, die 4.700 bis knapp über 5.000 Euro pro m2 für die vollmöblierten Apartments mit Küchenzeile, Waschmaschine, TV-Gerät usw. hinblättern müssen, wird das Asset Management abgenommen. Sieben Prozent Rendite können ihnen bei einer Auslastung von 75 bis 80 Prozent winken, so Ulm, mehr als bei normalen Vorsorgewohnungen. Die kleinsten Einheiten mit 31 m2 kosten 141.000 Euro, die größten (47 m2) rund 240.000 Euro, sagt 6B47-Vorstandsdirektor Friedrich Gruber. Rund 40 der 135 Einheiten sind geräumiger, Rund 20 Wohnungen sind noch nicht verkauft, das soll bis September erfolgen. Das integrierte hotelähnliche Service bis zu Wäschereinigung und Concierge sieht Gruber als das Essenzielle. Damit unterscheidet man sich auch von Privatvermietungen über Airbnb. 250 Stellplätze wurden errichtet, großteils bei den Retailern. Verfügbar sind 50 Tiefgaragenplätze und auch Storage-Möglichkeiten, so Gruber und PhilsPlace-Managerin Kristin Oberweger.
Insgesamt verfügt der umgestaltete Stahlbetonbau über rund 14.000 m2 Nutzfläche, davon entfallen 6.000 m2 auf Wohnen und 8.000 m2 auf Gewerbe. Das Investment für den Gesamtkomplex betrug 60 Mio. Euro. Die im „Vertical Village“ übereinander geschachtelt angelegten Gewerbeflächen sind zur Gänze vermietet, Merkur, Hofer und Vapiano eröffnen Mitte Juli (12.7.), der Fitnessklub McFit zu Ende der Sommersaison im September. Auf längere Sicht soll direkt vor der Tür eine U-Bahn stehen bleiben, bis zur U2-Verlängerung zum Wienerberg wird es aber noch zehn Jahre dauern.
Herausforderung bei der Neugestaltung war es, die Substanz des Anfang der 1960er Jahre nach Plänen von Architekt Karl Schwanzer errichteten optisch markanten elfstöckigen Bauwerks zu erhalten. Die Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt sei sehr gut gewesen, sagt Gruber. Als einer der ersten Spannbetonbauten wurden die Hochbauteile lediglich eingehängt, damals ein Novum. „Wir wollen dem Ding das zweite Leben einhauchen, auch wenn es etwas länger gedauert hat als geplant“, sagt Ulm. „Der Stadtteil entwickelt sich neu“, so Gruber, denn zum Beispiel auf dem benachbarten Areal der früheren Coca-Cola-Fabrik entstehen 1.000 Wohnungen.
Die 6B47 Real Estate Investors AG entwickelt und verwertet Immobilienprojekte im Volumen von derzeit etwas mehr als 1,5 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Investmentdauer der 6B47-Projektentwicklungen liegt bei 36 bis 48 Monaten. Aktuelle Vorhaben in Österreich sind u.a. Living Kolin, Althan Park oder ParkFlats 23, in Deutschland IN-Tower (Ingolstadt) oder Goldstück Pforzheim sowie in Polen Zyndrama (Breslau). 2016 wurden in Wien und Frankfurt Objekte für rund 200 Mio. Euro fertiggestellt und verkauft.
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