Auch Norwegen will Lifeline-Migranten aufnehmen

Rom/Valletta (APA) - Neun europäische Länder sind bereit, die Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Lifeline“ aufzunehmen, das in einem Ha...

Rom/Valletta (APA) - Neun europäische Länder sind bereit, die Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Lifeline“ aufzunehmen, das in einem Hafen von Malta angelegt hat. Neben Malta, Italia, Belgien, Frankreich, Irland, Luxemburg, den Niederlanden und Portugal sei jetzt auch Norwegen zur Aufnahme der 234 Migranten an Bord des Schiffes bereit, teilte die maltesische Regierung mit.

Norwegen ist kein EU-Mitgliedsland, es gehört aber dem Schengenraum an.

Es gehe darum, eine gemeinsame Lösung für die Migranten der „Lifeline“ zu finden, so Maltas Regierung in einer Presseaussendung. Nach einem sechs Tage dauernden diplomatischen Tauziehen kamen die Migranten und die deutsche Besatzung am Mittwoch in einem Hafen vor Valletta an.

Das Boot hatte am Donnerstag 234 Migranten vor Libyen gerettet und wartete seitdem auf hoher See auf eine Erlaubnis, in einen sicheren Hafen einfahren zu dürfen. Die italienischen und maltesischen Behörden werfen dem Kapitän vor, entgegen der Anweisungen aus Italien die Rettung übernommen zu haben.

Das Schiff fährt nach Angaben der Dresdener Hilfsorganisation Mission Lifeline unter niederländischer Flagge, was die dortigen Behörden aber bestreiten. Das Schiff ist nur im Register des Wassersportverbandes eingetragen. Malta hatte vor der Genehmigung zum Anlegen sicherstellen wollen, dass die Migranten auf EU-Länder verteilt werden.