Causa Festspiele Erl: Staatsanwaltschaft befragt weitere Zeuginnen
Innsbruck/Erl (APA) - In der Causa rund um die Festspiele Erl und dessen künstlerischen Leiter Gustav Kuhn wird die Staatsanwaltschaft Innsb...
Innsbruck/Erl (APA) - In der Causa rund um die Festspiele Erl und dessen künstlerischen Leiter Gustav Kuhn wird die Staatsanwaltschaft Innsbruck zwei weitere Zeuginnen vernehmen. Dies sagte ein Sprecher der APA am Donnerstag. Die Frauen waren vom Ötztaler Blogger Markus Wilhelm in einem Prozess wegen übler Nachrede zum Beweis der sexuellen Belästigung bzw. Nötigung durch Kuhn angeboten, aber nicht befragt worden.
Die zuständige Richterin im Prozess nach dem Mediengesetz, der mittlerweile wegen der Rücknahme der Klage durch Kuhn ad acta gelegt wurde, hatte den Akt an die Anklagebehörde übermittelt. Denn zwei Zeuginnen sollen im Prozess gegen den „Maestro“ bereits ausgesagt haben. Diese Vorwürfe, sollten sie strafrechtlich relevant sein, sind aber bereits verjährt, erklärte Staatsanwaltschafts-Sprecher Hansjörg Mayr.
Die Tiroler Festspiele sahen sich unter anderem mit Vorwürfen von „modernem Sklaventum“, Lohn- und Sozialdumping, Lohnwucher, Scheinselbstständigkeit und Korruption konfrontiert. Kuhn wurde neben sexueller Nötigung auch ein einschüchternder Führungsstil vorgeworfen. In beiden Sachverhalten wurden inzwischen einstweilige Verfügungen gegen Wilhelm seitens des Gerichts erlassen. So ist es dem Blogger inzwischen etwa untersagt, Behauptungen öffentlich zu verbreiten, denen zufolge beim Betrieb der Festspiele Erl der Verdacht auf Korruption und Parteienfinanzierung vorliegt.
Kommentare