Europas Leitbörsen geben nach - Handelsstreit und EU-Gipfel im Fokus
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf nachgegeben. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf nachgegeben. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 0,85 Prozent auf 3.368,17 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 14.45 Uhr mit 12.166,32 Punkten und minus 1,48 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 0,53 Prozent auf 7.581,22 Stellen.
Verunsichert wurden die Märkte vom internationalen Handelskonflikt und dem mit dem EU-Gipfel verbundenen politischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit wird bei dem Treffen in Brüssel der Flüchtlingsfrage zukommen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel steht hier unter besonderem Erfolgsdruck. Bis zum Wochenende will sie eine europäische Lösung präsentieren.
Zum globalen Handelskonflikt gab es zuletzt widersprüchliche Signale. Am Mittwochnachmittag hatte die Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump vorerst auf ein hartes Durchgreifen gegen chinesische Investitionen in US-Technologie verzichtet, die Kurse noch steigen lassen. Anschließend sorgten jedoch Aussagen aus Trumps Umfeld wieder für Ungewissheit über den Kurs der US-Regierung.
Die größten Verlierer im Euro-Stoxx-50 waren ASML mit einem Minus von 2,90 Prozent. Nach dem historisch frühen Aus der deutschen Fußballer bei der WM in Russland gaben Aktien ihres offiziellen Ausrüsters Adidas um 2,51 Prozent nach. Am Abend veröffentlicht zudem der Kontrahent Nike Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal. Unter den wenigen Gewinnern im Index fanden sich Bankwerte wie Intesa Sanpaolo (plus 0,70 Prozent) oder Societe Generale (plus 0,39 Prozent).
Abseits des Euro-Stoxx-50 drehten die Aktien von H&M nach deutlichen Verlusten im Frühhandel ins Plus und legten am Nachmittag um 3,64 Prozent zu. Der Textilkonzern hat für das zweite Quartal einen um mehr als ein Fünftel geschrumpften Gewinn gemeldet. Unternehmenschef Karl-Johan Persson hatte allerdings bereits vor einem enttäuschenden Geschäft gewarnt und erwartet nun eine Besserung.
Unter den weiteren Verlierern fanden sich nach einer Analystenrückstufung die Aktien des französischen Versorgers Suez mit einem Minus von 1,18 Prozent. Die Analysten von Berenberg haben ihre Einstufung der Aktie von „buy“ auf „hold“ gesenkt.
Belastet von überraschend schwachen Quartalszahlen des österreichischen Lichtspezialisten Zumtobel gaben Anteile von Osram um 15,10 Prozent nach. Zumtobel brachen an der Wiener Börse zeitweise um über 16 Prozent ein.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA394 2018-06-28/14:59
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