Fußball-WM: Splitter 2 - Iniesta mag nicht über Alter diskutieren
Moskau (APA/dpa) - Splitter von der Fußball-WM vom Donnerstag:...
Moskau (APA/dpa) - Splitter von der Fußball-WM vom Donnerstag:
Der argentinische Tormann Wilfredo Caballero hat nach seinem schweren Patzer bei der 0:3-Niederlage im zweiten WM-Spiel der Südamerikaner in Russland Drohungen gegen ihn und seine Familie erhalten. Das schrieb der 36-Jährige am Donnerstag auf seinem Instagram-Profil. „Diese hässlichen Einstellungen haben mir nicht geholfen“, schrieb Caballero. Ihm sei Respektlosigkeit entgegengeschlagen. „Es war mein Fehler, aber ich möchte nicht, dass meine Familie noch einmal so schreckliche Tage mitmachen muss.“ Caballero bedankte sich via Instagram aber auch bei denen, die ihn nach dem groben Schnitzer unterstützt hatten.
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Spaniens Team-Senior Andres Iniesta mag nicht mehr über sein Alter diskutieren. „Seit ich 30 bin, muss ich mir anhören, dass ich alt bin“, sagte der 34-Jährige am Donnerstag in einem Interview bei Radio Marca. Mit den Kritiken in den sozialen Netzwerken hat Iniesta nach eigenen Angaben umzugehen gelernt. „Man weiß selbst, ob man gut war oder nicht so gut. Alleine das zählt. Von anderen Dingen mache ich mich nicht abhängig, sonst würde ich verrückt werden.“ Gegen den Vorwurf, dass er in den Spielen nur noch 30 Minuten glänzen könne, wehrte sich Iniesta: „Man weiß selbst, wie man spielt und was man einbringen kann. Ich sehe das Glas immer halb voll.“ Er spielte vergangenen Saison in Barcelona und auch bei der Nationalmannschaft oft nur etwa eine Stunde. Beim 2:2 der Spanier im letzten Gruppenspiel gegen Marokko musste er allerdings 90 Minuten durchhalten.
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Er ist wieder da: Diego Maradona. „Sehe ich Deiner Meinung nach so aus, als wäre ich tot?“, fragt Argentiniens Fußball-Idol in seiner TV-Sendung seinen Moderatorenkollege. „Ich sage der Welt, ich bin sehr lebendig und gut umsorgt, gesund und munter“, versicherte Maradona mit ruhiger Stimme: „Mir geht es super, mir ging es niemals besser.“ Der 57-Jährige zeigt sich verständnislos für die Spekulationen und Gerüchte nach seinem besorgniserregenden WM-Auftritt beim 2:1-Sieg von Argentinien gegen Nigeria am Dienstag in St. Petersburg. Dort war er von Helfern gestützt in einen Sessel in der VIP-Loge gebracht und ärztlich betreut worden. Er hatte erklärt, Nackenbeschwerden zu haben.
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In Italien schwingt nach dem Scheitern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft besonders gern Schadenfreude mit. „Wir sehen uns am Strand“, titelte die Sportzeitung „Corriere dello Sport“ am Donnerstag, sogar mit deutscher Übersetzung. „Es ist ein geteiltes Schicksal, ein Virus, der sich durchfrisst, ohne Unterschiede“, schrieb die Zeitung „La Repubblica“ recht mitfühlend. Schließlich ist Italien als Titelverteidiger schon zwei mal in der Vorrunde ausgeschieden, nämlich in den Jahren 1950 und 2010. Auch wenn die sportliche Niederlage Deutschlands gern mit Häme kommentiert wird, warnte die Zeitung „La Stampa“ und übt sich durchaus in Selbstkritik: „Im Fußball ist es wie in der Wirtschaft: Die Deutschen lernen aus ihren Fehlern, wir (die Italiener) nicht.“
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