Vor Parlamentswahl in Pakistan: EU beginnt Beobachter-Mission
Islamabad (APA/dpa) - Vor der Parlamentswahl in Pakistan am 25. Juli hat die Europäische Union ihre Beobachtermission begonnen. Bei einer Pr...
Islamabad (APA/dpa) - Vor der Parlamentswahl in Pakistan am 25. Juli hat die Europäische Union ihre Beobachtermission begonnen. Bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Islamabad am Donnerstag sagte der deutsche Chef der Delegation, Michael Gahler, dass insgesamt rund 100 Beobachter im Einsatz seien.
Sie schauten auf die Kampagnen der Kandidaten, die Abstimmung, die Auszählung der Stimmen und die Rolle von Medien und sozialen Medien. Er kündigte einen ersten Bericht für den 27. Juli an.
Nach Zahlen der Wahlkommission sind in Pakistan, einem der größten Länder der Welt, rund 104 Millionen Menschen wahlberechtigt. Andere internationale Institutionen werden weitere Wahlbeobachter schicken.
Vor den Wahlen gerät die regierende Partei von Ex-Premier Nawaz Sharif (PML-N) zunehmend unter Druck. Einige Analysten vermuten das mächtige Militär hinter einer Serie von Gerichtsurteilen gegen prominente PML-N-Politiker, die nun nicht mehr antreten können. Erst am Donnerstag schloss das Oberste Gericht den ehemaligen Minister Daniyal Aziz für fünf Jahre von allen politischen Ämtern aus. Zur Begründung hieß es, Aziz habe abwertend über die Justiz gesprochen.
Gleichzeitig klagen Menschen- und Medienrechtsaktivisten über die zunehmende Verfolgung relativ unabhängiger Medien. Der große Sender GEO TV und die größte englischsprachige Zeitung des Landes, „Dawn“, hatten in den vergangenen Wochen schwere Behinderungen gemeldet und ebenfalls das Militär dafür verantwortlich gemacht.
~ WEB http://www.osce.org/ ~ APA502 2018-06-28/17:19
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